Manchmal brauche ich einfach Berge. Richtige Berge. Und echten Bergwinter. Genau dieses Gefühl hat mich an diesem Wochenende ins Entlebuch geführt – genauer gesagt auf die Marbachegg.
Schon an der Talstation wurden wir freundlich darauf hingewiesen, dass der Winterwanderweg direkt zurück nach Marbach zwar gut machbar, an diesem Tag aber grösstenteils im Schatten liegen würde. Bei der angesagten Sonne wäre das doch etwas schade. Stattdessen wurde uns der Weg Richtung Grenzstein empfohlen – sonniger, offener und mit mehr Aussicht. Wir liessen uns überzeugen. Zum Glück.
Ankommen, durchatmen, geniessen
Mit der Gondel ging es gemütlich hinauf auf die Marbachegg. Oben angekommen nahmen wir uns zuerst bewusst Zeit: Aussicht geniessen, ein Kaffee für Mama, eine Cola für mich – perfekter Start. Die Bergwelt zeigte sich winterlich ruhig, mit verschneiten Hängen und immer wieder kurzen Sonnenfenstern zwischen den Wolken.
Bereits hier oben eröffnet sich ein beeindruckendes Panorama: Die Schrattenflue sticht markant hervor, daneben der mächtige Hohgant. Bei sehr guter Sicht sollen sogar Eiger und Mönch zu sehen sein. Tief unten erstreckt sich das Emmental – eine Kulisse, die sofort entschleunigt.
Vom Grenzstein Richtung Bumbach
Der Winterwanderweg zum Grenzstein ist mit rund einem Kilometer leider recht kurz. Für uns definitiv zu kurz. Also entschieden wir spontan, noch weiter Richtung Bumbach zu wandern.
Ursprünglich war der Plan, nur ein paar Schritte in diese Richtung zu gehen und dann wieder zurück auf die Marbachegg. Unterwegs prüfte ich jedoch, ob wir von Bumbach mit dem Postauto zurück nach Marbach kommen würden. Als klar war, dass das problemlos möglich ist, war die Entscheidung gefallen: Wir ziehen die Winterwanderung bis Bumbach durch.
Der Weg verläuft stetig bergab, einzelne Abschnitte sind etwas steiler, insgesamt aber gut machbar. Ein grosser Pluspunkt dieser Route ist die sonnige Südseite – wir waren fast durchgehend in der Sonne und konnten die Winterstimmung richtig geniessen, wenn sie sich durch die Wolken gedrückt hat.
Teilweise war der Schnee sehr nass und rutschig. In diesen Passagen war Mama besonders froh, dass ich die Wanderstöcke dabei hatte – und sie ihr natürlich überlassen habe. Einige steilere Stellen habe ich ganz pragmatisch auf dem Po sitzend gemeistert. Gehört halt auch dazu. Der letzte Abschnitt führt über eine wenig befahrene Strasse, bevor man schliesslich unten im Tal ankommt.
Rückfahrt mit dem Postauto
Von Bumbach ging es entspannt mit dem PostAuto zurück nach Marbach – unkompliziert, praktisch und eine ideale Lösung für diese lineare Winterwanderung.
Fakten zur Winterwanderung ❄️
📏 Distanz ca. 7 km (inkl. Abstecher zum Grenzstein)
⬆️ Aufstieg ca. 20 m
⬇️ Abstieg ca. 570 m
🥾 Schwierigkeit Leicht – Mittel (je nach Schneeverhältnissen)
🌸 Saison Winter
✨ Highlight Sonnige Südseite, Bergpanorama mit Schrattenflue & Hohgant, ruhige Winterstimmung
🐾 Hundetauglichkeit
🐾 Wegbeschaffenheit Breiter, gut präparierter Winterwanderweg. Teilweise nasser Schnee und einzelne steilere Abschnitte bergab.
💧 Wasserzugang Im Winter eingeschränkt. Schnee ist je nach Bedarf vorhanden.
🌤️ Schatten Kaum Schatten – sonnige Südseite, im Winter sehr angenehm.
⚠️ Gefahren / Sicherheit Bei nassem oder hartem Schnee können einzelne Stellen rutschig sein. Wanderstöcke sind empfehlenswert.
🦮 Leinenpflicht / Freilauf Situationsabhängig, Rücksicht auf andere Wandernde.
💪 Anstrengung für Hunde Gut machbar für trittsichere Hunde mit etwas Kondition.
🐾 Gesamtbewertung 🐾🐾🐾🐾☆ (4/5 Pfoten) – eine sehr schöne, sonnige Winterwanderung auch mit Hund.














































No responses yet