Manchmal brauchen Träume einfach etwas länger
Wenn ich heute vor Freely stehe, kann ich es ehrlich gesagt manchmal selber noch kaum glauben. Ein VW mit Aufstelldach war über viele Jahre mein absoluter Traum. Gleichzeitig wusste ich aber auch immer, dass dieser Traum im Moment nicht realistisch ist.
Rückblickend bin ich darüber sogar froh.
Hätte ich mir damals direkt einen VW leisten können, hätte ich vermutlich vieles nie gelernt. Ich hätte nie herausgefunden, was mir auf Reisen wirklich wichtig ist und worauf ich gut verzichten kann. Genau deshalb würde ich heute meinen Weg genauso wieder gehen.
Angefangen hat alles mit einer Fernwanderung
Wenn mich jemand fragt, wann mein Wunsch nach einem Camper entstanden ist, muss ich ein paar Jahre zurückdenken. Im Jahr 2018 war ich alleine auf einer Fernwanderung unterwegs. Vorher wusste ich gar nicht, ob ich überhaupt gerne alleine reise. Nach dieser Wanderung wusste ich aber, dass ich es kann. Das hat unglaublich viel verändert.
Plötzlich musste ich nicht mehr darauf warten, bis jemand Zeit hat oder dieselben Ferienpläne hatte wie ich. Wenn ich eine Wanderung machen wollte, konnte ich einfach los. Genau in dieser Zeit entstand auch langsam der Wunsch nach einem eigenen Camper.
Für mich war Vanlife nie einfach ein Trend. Ich wollte unabhängig sein, spontan entscheiden können und möglichst viel Zeit draussen verbringen. Ich liebe es, morgens mitten in der Natur aufzuwachen und direkt loszuwandern. Viele schöne Orte erreicht man mit einem Camper einfach einfacher als zu Fuss am selben Morgen. Natürlich spielt auch der finanzielle Aspekt ein bisschen mit. Viel wichtiger war für mich aber immer dieses Gefühl von Freiheit.
Mein Einstieg ins Vanlife
Im Jahr 2020 begann ich, mich etwas intensiver mit verschiedenen Fahrzeugen zu beschäftigen. Ein VW mit Aufstelldach war damals schon mein absoluter Favorit. Jedes Mal, wenn ich einen gesehen habe, dachte ich: Irgendwann vielleicht.
Gleichzeitig wusste ich aber auch, dass dieses Fahrzeug damals einfach nicht in mein Budget passte. Also stellte ich mir eine andere Frage.
Nicht: Welches Auto wünsche ich mir?
Sondern: Mit welchem Auto kann ich meinen Traum überhaupt beginnen?
So fiel meine Entscheidung auf einen Ford Tourneo, den ich mit einem Autohimmelbett ausbauen liess. Auch ein Dachzelt war damals kurz ein Thema. Je mehr ich mich damit beschäftigte, desto klarer wurde mir aber, dass diese Lösung nicht zu mir passt. Heute, mit Nuo an meiner Seite, bin ich sogar noch mehr davon überzeugt.
Mit dem Ford durfte ich unglaublich viele schöne Abenteuer erleben. Ich war in der Schweiz unterwegs, mehrmals in Schweden, an der deutschen Ostsee und später sogar drei Monate auf einem Roadtrip durch Europa.
Rückblickend würde ich diese Entscheidung jederzeit wieder treffen. Nicht, weil der Ford mein Traumcamper war, sondern weil ich mit ihm überhaupt erst herausfinden konnte, wie ich reisen möchte.
Mein Traumcamper wurde mit jeder Reise etwas klarer
Mit jeder Reise merkte ich ein bisschen mehr, was mir auf längeren Touren fehlt.
Besonders eine richtige Camper-Standheizung stand immer weiter oben auf meiner Wunschliste. Ich reise einfach unglaublich gerne in den Norden. Dort sind die Nächte oft kühl und irgendwann wurde mir klar, wie schön es wäre, auch die ganze Nacht heizen zu können.
Auch der Platz im Ford wurde auf längeren Reisen immer mehr zum Thema. Sobald das Autohimmelbett aufgebaut war, konnte ich im Auto praktisch nicht mehr sitzen. Die Vordersitze waren kaum noch nutzbar und von Stehhöhe konnte ich natürlich nur träumen.
Was mich ebenfalls immer wieder beschäftigt hat, war das Kochen. Im Ford konnte ich nur draussen kochen. Das funktionierte an schönen Sommertagen wunderbar. Stand ich aber irgendwo in Schweden im Regen oder blies der Wind einmal mehr von der Seite, hätte ich mir oft gewünscht, einfach im Auto kochen zu können.
Genau solche Kleinigkeiten haben mir nach und nach gezeigt, wie mein nächstes Fahrzeug einmal aussehen soll. Ich wollte gar keinen riesigen Camper. Er sollte weiterhin alltagstauglich sein und möglichst unter zwei Metern bleiben. Ein Aufstelldach war für mich aber inzwischen genauso wichtig wie eine Camper-Standheizung und etwas mehr Platz im Alltag.
Auf der Suche nach dem perfekten Camper
Eigentlich dachte ich, dass ein neues Fahrzeug erst irgendwann 2027 oder vielleicht sogar 2028 ein Thema wird. Ich war mit meinem Ford noch immer gerne unterwegs und wusste auch, dass ein Camper in dieser Preisklasse keine spontane Entscheidung ist. Also begann ich einfach immer wieder ein bisschen zu schauen. Ohne Druck und ohne das Gefühl, möglichst schnell ein neues Auto kaufen zu müssen.
Gleichzeitig arbeitete ich während einiger Monate mehr als sonst. Nicht, weil ich bereits konkret einen Camper kaufen wollte, sondern weil ich wusste, dass ich irgendwann einmal etwas mehr Eigenkapital haben möchte.
Je länger ich unterwegs war, desto klarer wurde auch mein Wunschzettel. Mein zukünftiger Camper sollte alltagstauglich bleiben. Er musste möglichst unter zwei Metern hoch sein – auch wenn Freely diese Grenze am Ende ganz knapp gesprengt hat. 😉 Ein Aufstelldach war inzwischen genauso ein Muss wie eine richtige Camper-Standheizung.
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, verschiedene Modelle zuerst zu mieten. Ich wollte herausfinden, welches Fahrzeug wirklich zu mir passt und nicht einfach das kaufen, das mir optisch am besten gefällt.
Dazu ist es am Ende gar nicht mehr gekommen. Und wisst ihr was?
Ich glaube inzwischen auch nicht, dass ich das gebraucht hätte.
Ich war ja nicht mehr ganz neu im Thema. Mit meinem Ford war ich mehrere Jahre unterwegs und habe unglaublich viele Erfahrungen gesammelt. Dazu kamen unzählige Gespräche auf Campingplätzen. Immer wieder habe ich andere Camper angesprochen, durfte einen Blick ins Fahrzeug werfen oder Fragen stellen. Mich hat interessiert, was sie an ihrem Camper lieben, was sie heute anders machen würden und worauf sie niemals mehr verzichten möchten.
Genau diese Gespräche haben mir mindestens so viel geholfen wie eine Probemiete. Rückblickend glaube ich sogar, dass sie für mich viel wertvoller waren. Ich wusste ziemlich genau, wie ich reise, was mir unterwegs wichtig ist und welche Kompromisse ich bereit bin einzugehen.
Natürlich kann man nie alles im Voraus wissen. Wahrscheinlich werde ich auch bei Freely Dinge entdecken, die ich irgendwann anders lösen würde. Aber genau das gehört für mich dazu. Es gibt den perfekten Camper vermutlich gar nicht. Wichtig ist vielmehr, ein Fahrzeug zu finden, das zu den eigenen Bedürfnissen passt.
Rückblickend glaube ich deshalb, dass ich den Envia nicht einfach an einem Tag ausgesucht habe. Die Entscheidung ist über mehrere Jahre entstanden – mit jeder Reise, jeder Nacht im Ford und jedem Gespräch auf einem Campingplatz ein kleines Stück mehr. Genau deshalb hat sich am Ende auch alles so richtig angefühlt.
Vom „nur mal schauen“ zum Kaufvertrag
Natürlich habe ich verschiedene Fahrzeuge angeschaut. Unter anderem stand auch wieder ein Ford zur Diskussion. Dieser fiel aber relativ schnell wieder weg. Für mich war er schlicht zu hoch und passte deshalb nicht mehr zu dem, was ich gesucht habe.
Auch über den VW Envia habe ich mich informiert. Meine erste Beratung war ehrlich gesagt nicht ganz das, was ich mir erhofft hatte. Zum Glück wurde mir später eine andere Garage empfohlen und dort fühlte ich mich vom ersten Moment an gut aufgehoben.
Eigentlich wollte ich ja nur einmal verschiedene Fahrzeuge anschauen. Wie das bei Sabrina mit „nur mal schauen“ endet, kennen inzwischen wahrscheinlich einige. 😄
In der Garage standen sowohl ein VW California Ocean als auch ein VW Envia. Und wenn ich ehrlich bin, war ich am Anfang eher beim California. Ich mochte die etwas rundere Optik und fand den kleinen Platz zwischen Küche und Fahrersitz praktisch. Beim Envia gibt es diesen nämlich nicht, weil die Küche weiter nach vorne gebaut ist. Ausserdem machte ich mir Gedanken, weil der Envia nicht mehr produziert wird. Natürlich fragte ich mich, ob das einen bestimmten Grund hat.
Ich nahm mir Zeit, schaute beide Fahrzeuge genau an und stellte vermutlich hundert Fragen. Eigentlich wollte ich danach wieder nach Hause fahren und alles in Ruhe überlegen.
Dazu kam es allerdings nicht wirklich.
Nur einen Tag später gab ich bereits die Zusage.
Nicht für den California.
Sondern für den Envia.
Und ja… ich glaube, meine Freunde und vor allem meine Mama haben dabei auch ihren Teil dazu beigetragen. Sie wussten wahrscheinlich schon etwas früher als ich selbst, welches Fahrzeug besser zu mir passt.
Warum es am Ende doch der VW Envia wurde
Ich werde immer wieder gefragt, warum ich mich gegen den California und für den Envia entschieden habe.
Dabei stimmt diese Frage eigentlich gar nicht. Ich habe mich nicht gegen den California entschieden. Ich habe mich für den Envia entschieden. Der California Ocean ist ein tolles Fahrzeug und ich verstehe absolut, warum sich so viele Menschen dafür entscheiden.
Für mich haben am Ende aber einige Details den Unterschied gemacht.
Ganz oben stehen sicher die zwei Kochfelder. Das klingt vielleicht nach einer Kleinigkeit, aber ich koche unterwegs gerne und wollte nicht immer überlegen müssen, was gleichzeitig auf den Herd passt. Dazu kam, dass Freely ein Neuwagen ist und über Allrad verfügt. Gerade weil es mich immer wieder in den Norden zieht und ich gerne auch einmal auf Schotterstrassen unterwegs bin, gibt mir das einfach ein gutes Gefühl.
Je länger ich mich mit beiden Fahrzeugen beschäftigt habe, desto mehr merkte ich ausserdem, dass ich einfach eher der Envia-Typ bin.
Und ja… ich gebe es zu. Mir gefällt der VW T6.1 persönlich einfach deutlich besser als der neue T7. Das war zwar nie das entscheidende Argument, gespielt hat es aber natürlich trotzdem eine kleine Rolle.
Ein Abschied und ein Neuanfang am selben Tag
Der Tag der Abholung war irgendwie ein Wechselbad der Gefühle.
Am Mittag habe ich zuerst meinen Ford Tourneo an seine neue Besitzerin übergeben. Das war ehrlich gesagt schon ein komisches Gefühl. Mit diesem Auto verbinde ich unglaublich viele Erinnerungen. Er war nie mein Traumcamper, aber ohne ihn gäbe es Freely heute wahrscheinlich nicht. Mit ihm durfte ich meine ersten Erfahrungen sammeln, wunderschöne Reisen erleben und überhaupt erst herausfinden, wie ich gerne unterwegs bin.
Ich glaube deshalb, dass der Abschied auch etwas leichter fiel, weil ich wusste, dass er weiterhin Abenteuer erleben darf.
Am Nachmittag war es dann so weit. Ich durfte Freely endlich abholen.
Ich war unglaublich nervös und habe mich gleichzeitig riesig gefreut. Als ich in die Garage kam, stand Freely bereits mit geöffnetem Aufstelldach da. Und ehrlich gesagt war es in diesem Moment einfach um mich geschehen.
Da stand er.
Mein neuer Camper.
Ein Auto, von dem ich jahrelang gedacht hatte, dass ich es mir wahrscheinlich nie leisten kann.
In diesem Moment war einfach nur Freude da.
Die ersten Kilometer mit Freely
Die ersten Minuten mit Freely waren ehrlich gesagt ziemlich aufregend. Vor der Abfahrt gab es noch eine kleine Verzögerung, weil die Batterie unten kurz überbrückt werden musste. Wenige Minuten später sass ich dann aber endlich hinter dem Steuer.
Ich war unglaublich nervös. Einerseits riesig glücklich, andererseits hatte ich tatsächlich etwas Angst, gleich auf den ersten Kilometern einen Unfall zu bauen. Immerhin war Freely doch ein gutes Stück grösser als mein bisheriger Ford Tourneo.
Diese Sorge legte sich zum Glück schneller als gedacht. Schon nach wenigen Kilometern merkte ich, wie angenehm sich Freely fahren lässt. Mit jedem Kilometer wurde ich etwas entspannter und wusste immer mehr, dass sich die Entscheidung richtig angefühlt hat.
Warum Freely seinen Namen behalten durfte
Wer mir schon länger folgt, weiss wahrscheinlich, dass mein Ford bereits Freely hiess. Natürlich habe ich kurz überlegt, ob mein neuer Camper einen neuen Namen bekommen soll. Irgendwie fühlte sich das aber nie richtig an.
Freely gehört für mich einfach dazu.
Der Name erinnert mich einerseits an Free Willy und damit an Orcas. Wer mich kennt, weiss, dass ich Orcas einfach liebe. Gleichzeitig erinnert mich Freely aber auch an Freiheit, ans Unterwegssein und daran, einfach spontan losfahren zu können.
Deshalb war ziemlich schnell klar, dass auch mein neuer Camper diesen Namen tragen wird. Nicht besonders kreativ vielleicht. Aber manchmal muss man etwas, das perfekt passt, einfach nicht ändern.
Die ersten Wochen mit Freely
Eigentlich hatte ich mir vorgestellt, dass ich nach der Abholung möglichst schnell mit Freely unterwegs sein würde.
Das Leben hatte aber einen etwas anderen Plan.
Zum einen kam Freely schneller zu mir als erwartet. Für dieses Jahr hatte ich gar keinen längeren Urlaub geplant und deshalb standen zuerst nur kleinere Ausflüge auf dem Programm.
Zum anderen hatte Nuo deutlich mehr Mühe mit dem neuen Auto, als ich erwartet hätte.
Viele hätten wahrscheinlich einfach gesagt: «Das gibt sich schon» und wären trotzdem losgefahren.
Ich kenne Nuo aber inzwischen ziemlich gut. Deshalb wusste ich, dass das für ihn nicht der richtige Weg ist.
Kurz darauf kamen dann leider auch noch seine gesundheitlichen Probleme dazu. Da war für mich schnell klar, dass wir nichts überstürzen und ihm die Zeit geben, die er braucht.
Im Nachhinein bin ich sogar froh, dass alles etwas entschleunigt wurde. So kann ich Freely Schritt für Schritt kennenlernen und in Ruhe herausfinden, was für uns unterwegs wirklich funktioniert. Ich glaube, genau das gehört am Anfang auch einfach dazu.
Freely wird mit jeder Reise ein bisschen mehr zu unserem Zuhause
Bis heute konnte ich noch gar nicht alle Funktionen ausprobieren. Die Küche wartet noch auf ihren ersten richtigen Einsatz, weil mir aktuell noch der passende Adapter für das Gas fehlt. Das wird aber bestimmt nicht mehr lange so bleiben. Schon jetzt gibt es aber einige Dinge, die ich richtig gerne mag.
Die verschiebbare Rückbank gehört definitiv dazu. Innerhalb weniger Minuten entsteht daraus ein richtig bequemes Bett und genau solche einfachen Lösungen liebe ich.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich auch das Aufstelldach lieben werde. Allein die zusätzliche Stehhöhe macht einen riesigen Unterschied. Nach mehreren Jahren mit dem Ford fühlt sich das fast schon luxuriös an.
Auch die Küche gefällt mir richtig gut. Natürlich muss ich erst noch herausfinden, wo ich alles am besten verstaue. Wahrscheinlich werde ich sämtliche Schränke noch mindestens zehnmal komplett umräumen.
Und wisst ihr was? Ich freue mich sogar darauf.
Ich finde es gar nicht schlimm, dass ich mir nicht vom ersten Tag an jedes Zubehör kaufen kann. Im Gegenteil. So kann ich nach und nach herausfinden, was ich wirklich brauche, ein bisschen sparen und mich immer wieder über etwas Neues freuen.
Mit den Airline-Schienen werde ich vermutlich noch eine kleine Hassliebe entwickeln. Ich finde sie unglaublich praktisch, bin mir aber ziemlich sicher, dass sich darin auch ganz hervorragend Schmutz sammeln wird. 😄
Ich bin gespannt, ob ich in einem Jahr immer noch derselben Meinung bin.
Schottland – ein Traum, der hoffentlich 2027 wahr wird
Wenn alles so kommt, wie ich es mir wünsche, wartet 2027 dann ein ganz besonderes Abenteuer auf uns. Schottland steht schon seit vielen Jahren ganz weit oben auf meiner Wunschliste.
Nicht nur wegen der Highlands oder der wunderschönen Landschaft. Ich freue mich auf die kleinen Strassen, die rauen Küsten, die langen Sommerabende und das Gefühl, einfach unterwegs zu sein.
Natürlich hoffe ich auch, Puffins zu sehen. Und vielleicht habe ich mit ganz viel Glück irgendwann sogar einmal das grosse Glück, Orcas in freier Wildbahn beobachten zu dürfen.
Bis dahin warten aber noch ganz viele kleine Abenteuer. Wochenenden in der Schweiz, spontane Ausflüge, erste Übernachtungen und bestimmt auch die eine oder andere Situation, über die ich später schmunzeln werde.
Und genau darauf freue ich mich.
Freely ist für mich nicht einfach ein neues Auto. Freely ist ein neues Kapitel.
Bis dahin warten ganz viele kleine Abenteuer
Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir nach der Abholung von Freely eine Zeit lang selber ziemlich viel Druck gemacht.
Nicht, weil mir jemand Druck machen wollte. Ganz im Gegenteil. Ich weiss, dass die vielen Fragen, wann ich denn endlich mit Freely unterwegs bin, immer lieb gemeint waren. Trotzdem haben sie etwas mit mir gemacht.
Ich habe mich selber unglaublich auf die ersten Reisen gefreut und wollte am liebsten sofort los. Gleichzeitig hatte ich immer mehr das Gefühl, dass jetzt alle darauf warten, dass ich endlich die ersten Abenteuer mit Freely erlebe.
Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass ich mir diesen Druck komplett selber mache.
Warum eigentlich? Freely fährt mir nicht davon.
Ich muss niemandem beweisen, dass ich möglichst schnell möglichst weit reise. Viel wichtiger ist doch, dass sich alles richtig anfühlt. Dass ich Freely in Ruhe kennenlernen kann, herausfinde, wo jedes Teil seinen Platz hat und welche Lösungen sich im Alltag wirklich bewähren.
Genauso wichtig ist mir aber auch Nuo. Das neue Auto war für ihn eine grössere Umstellung, als ich erwartet hätte. Kurz darauf kamen leider auch noch seine gesundheitlichen Probleme dazu. Da war für mich schnell klar, dass wir nichts überstürzen. Ich kenne Nuo gut genug, um zu wissen, dass ihm Zeit in solchen Situationen mehr hilft als Druck.
Heute bin ich sogar froh, dass alles so gekommen ist.
2026 darf deshalb genau das werden, was ich mir eigentlich von Anfang an gewünscht habe. Ein Jahr mit vielen kleinen Abenteuern. Spontane Ausflüge, Wochenenden in der Schweiz, die ersten Nächte mit Freely und ganz viel Zeit, unser neues Zuhause auf Rädern Schritt für Schritt kennenzulernen.
Vielleicht wird es am Ende gar nicht die grosse Schottlandreise sein, an die ich am häufigsten zurückdenke. Vielleicht sind es genau diese ersten kleinen Touren, bei denen wir gemeinsam herausfinden, was funktioniert, was ich noch verbessern möchte und wie Freely langsam immer mehr zu unserem Zuhause auf Rädern wird.
Und genau darauf freue ich mich mindestens genauso sehr.
Das erwartet euch künftig rund um Freely
Dies wird bestimmt nicht der letzte Blogpost über Freely bleiben. In den nächsten Monaten möchte ich euch unter anderem zeigen,
- wie ich Freely nach und nach eingerichtet habe,
- welches Zubehör sich für mich wirklich bewährt,
- welche Dinge ich heute anders kaufen würde,
- meine Erfahrungen nach den ersten Reisen,
- und natürlich nehme ich euch mit auf die kleinen und grossen Abenteuer, die noch vor uns liegen.
Wenn ihr Freely auf seinen Reisen begleiten möchtet und keinen Blogpost verpassen wollt, schaut gerne auch auf meinem Instagram-Profil unterwegs.zuhause vorbei. Dort nehme ich euch fast täglich mit hinter die Kulissen, teile spontane Ausflüge und zeige euch auch die kleinen Momente, die später oft gar nicht im Blog landen.
Ich freue mich riesig darauf, dieses neue Kapitel mit euch zu teilen.







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