Vor ein paar Tagen habe ich in meiner Instagram Story einen Fragesticker geteilt. Eine der Fragen, die reinkam, war:
„Was machst du diesmal anders als früher?“
Die Frage kam von jemandem, mit dem ich früher viel Kontakt hatte. Wir haben uns regelmässig ausgetauscht, auch über meine Gewichtsabnahme. Sie hat miterlebt, wie ich Fortschritte gemacht habe – aber eben auch, wie sich auf der Waage oft lange nichts getan hat. In letzter Zeit hatten wir weniger Kontakt, und genau deshalb konnte ich den Gedanken hinter der Frage gut nachvollziehen. Wenn man nur Teile mitbekommt, wirkt es schnell so, als hätte sich plötzlich etwas Grundlegendes verändert.
Ich habe weniger verändert, als man denkt
Aber genau das ist eigentlich nicht passiert.
Ich wusste die Antwort sofort, weil ich gar nicht so viel verändert habe. Es gibt keine neue Methode, keinen klaren Schnitt, keinen Moment, an dem plötzlich alles anders wurde. Vieles ist ziemlich ähnlich geblieben. Ich achte etwas mehr auf Eiweiss, ich versuche Schwankungen besser einzuordnen und nicht mehr bei jeder Veränderung direkt alles zu hinterfragen. Und ich gehe insgesamt etwas ruhiger damit um. Ich bin im Moment sehr strikt, aber diese strikte Phasen hatte ich auch früher schon.
Aber das ist nicht das, was den Unterschied macht.
Der eigentliche Unterschied liegt im Kopf
Der eigentliche Unterschied liegt woanders.
Ich hatte lange eine ganz klare Grenze im Kopf. Eine Zahl, unter der ich schon sehr lange nicht mehr war. Und für mich war immer klar, dass meine Gewichtsabnahme erst dann wirklich zählt, wenn ich genau dort wieder ankomme. Alles darüber war irgendwie ein Zwischenstand, aber nichts, worüber ich mich wirklich freuen konnte.
Ich habe zwar abgenommen – aber ich habe es nicht so wahrgenommen.
Weil es für mich erst gezählt hätte, wenn diese eine Grenze erreicht ist.
Und genau das hat sich verändert.
Ich warte nicht mehr auf diesen einen Moment. Ich schiebe meinen Fortschritt nicht mehr auf später, sondern nehme ihn jetzt wahr. Nicht perfekt und auch nicht jeden Tag gleich, aber grundsätzlich anders als früher. Und ich merke, dass genau das etwas verändert. Nicht unbedingt die Geschwindigkeit meiner Abnahme, sondern vor allem mein Gefühl dabei.
Warum Stillstand oft kurz vor einem „Zahlenwechsel“ passiert
Was ich dabei spannend finde: Dieses Denken rund um Zahlen ist nicht nur bei mir so. Ich höre das auch immer wieder von anderen. Gerade dann, wenn man kurz davor steht, dass sich die erste Zahl auf der Waage verändert. Dieser Moment, wo man weiss: Noch ein kleines bisschen – und vorne steht plötzlich etwas anderes.
Und genau dann passiert oft das Gegenteil von dem, was man erwartet.
Es geht nicht mehr weiter. Oder zumindest fühlt es sich so an.
Nicht erst danach, sondern genau davor.
Der Körper kennt solche Grenzen nicht. Für ihn macht es keinen Unterschied, ob vorne eine andere Zahl steht oder nicht. Aber für uns ist genau dieser Moment oft viel grösser, als er eigentlich ist. Es fühlt sich an wie ein Übergang, wie ein neuer Abschnitt, auf den man lange gewartet hat.
Und genau das macht etwas mit einem.
Man ist gedanklich schon auf der anderen Seite, obwohl man eigentlich noch dort ist, wo man gerade steht. Man wartet darauf, dass es endlich passiert.
Man merkt, wie sehr man darauf wartet, dass es endlich passiert.
Und genau in diesem Moment fühlt sich Stillstand oft besonders intensiv an.
Schwankungen beim Abnehmen verstehen – und trotzdem ehrlich bleiben
Schwankungen gehören trotzdem dazu. Sie sind immer noch da, und manchmal sind sie einfach auch frustrierend. Ich glaube, das darf man auch so stehen lassen, ohne es sich schönreden zu müssen.
Warum ich lange nicht über meine Abnahme sprechen wollte
Ein anderer Punkt, der mich lange begleitet hat, war der Gedanke, dass es „nicht gut ist“, über meine Abnahme zu sprechen. Dass es in dem Moment, in dem ich es ausspreche, plötzlich nicht mehr weitergeht. Ich weiss, dass das rational keinen Sinn ergibt, aber es war etwas, das sich für mich über längere Zeit immer wieder bestätigt hat. Heute würde ich das nicht mehr als Aberglaube beschreiben, sondern eher als ein Muster, das sich festgesetzt hat.
Und genau davon versuche ich mich gerade zu lösen.
Mein Mindset beim Abnehmen verändert sich
Ich habe angefangen, bewusst anders damit umzugehen. Mir selbst immer wieder Gedanken mitzugeben, die mich dabei unterstützen. Dass ich meinen Fortschritt in jedem Schritt erkennen darf. Dass meine Entwicklung stetig passiert und ich meinen Weg in meinem Tempo gehe.
Ich erlaube mir, stolz zu sein. Mein Körper darf sich verändern, und ich lasse mein altes Gewicht in meinem eigenen Tempo los. Ich verabschiede mich dankbar von meinem alten Gewicht und vertraue darauf, dass mein Körper Schritt für Schritt zu seinem gesunden Gewicht findet.
Ich darf über meinen Weg sprechen – mein Fortschritt bleibt bei mir. Und ich vertraue darauf, dass mein Körper mein Zielgewicht erreichen kann.
Ich sehe meine Gewichtsabnahme endlich anders
Vielleicht ist genau das ein Teil davon, warum sich meine Abnahme gerade anders anfühlt.
Ich habe nicht viel verändert.
Aber ich habe aufgehört, meinen Fortschritt an einer einzigen Zahl festzumachen.
Und ich habe angefangen, ihn überhaupt wahrzunehmen.
Und genau das macht für mich gerade den Unterschied.
Affirmationen, die mich gerade begleiten
- Meine Entwicklung passiert stetig und in meinem Tempo.
- Ich erkenne meinen Fortschritt in jedem Schritt.
- Ich darf stolz auf meinen Weg sein.
- Mein Körper arbeitet mit mir.
- Ich vertraue meinem Prozess.
- Mein Körper darf sich verändern.
- Ich lasse mein altes Gewicht in meinem eigenen Tempo los.
- Ich verabschiede mich dankbar von meinem alten Gewicht.
- Ich darf über meinen Weg sprechen – mein Fortschritt bleibt bei mir.
- Mein Körper findet Schritt für Schritt zu seinem gesunden Gewicht.
- Ich vertraue darauf, dass mein Körper mein Zielgewicht erreichen kann.

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