Verschiedene Supplements in Kapsel- und Ölform, darunter Vitamin D3/K2, auf einem Holztisch

Das Thema Supplements beschäftigt mich schon länger – und ehrlich gesagt empfinde ich es alles andere als einfach. Es gibt kaum ein Gebiet, in dem so viele Meinungen, Versprechen und Unsicherheiten aufeinandertreffen. Welche Firmen sind wirklich vertrauenswürdig? Welche Produkte braucht man tatsächlich? Was ist „nice to have“ – und was schlicht überflüssig?

Ich weiss von mir selbst: Ich bin ein relativ leichtes Werbeopfer. Wenn mir jemand schlüssig erklärt, warum ein Produkt perfekt zu meinen Zielen passt, bin ich schnell begeistert. Gerade in der Supplement-Welt, wo mit Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden geworben wird, passiert das schneller, als man denkt.

Braucht man Supplements überhaupt?

Eine der zentralen Fragen lautet: Braucht man Supplements überhaupt – oder reicht eine gesunde Ernährung nicht aus?
Hier gehen die Meinungen weit auseinander. Und auch meine eigene Haltung dazu hat sich im Laufe der Zeit immer wieder verändert.

Ich hatte Phasen, in denen ich sehr viele Supplements eingenommen habe. Und Phasen, in denen ich komplett darauf verzichtet habe. Aktuell befinde ich mich irgendwo dazwischen – bewusster, reflektierter und mit etwas mehr Wissen als früher. Dazu aber später mehr.

Was mir wichtig ist zu betonen: Supplements sind nicht reguliert wie Medikamente. Das bedeutet, dass man sich in vielen Fällen darauf verlassen muss, dass auch wirklich das drin ist, was auf der Verpackung steht. Qualität, Herkunft der Rohstoffe, Dosierung und Transparenz variieren stark. Vertrauen spielt hier eine grosse Rolle – und genau das macht das Thema so anspruchsvoll.

Unterstützung statt Ersatz

Ein Punkt ist mir besonders wichtig – und kann nicht oft genug gesagt werden:

Supplements sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung, keinen gesunden Lebensstil und keine Lösung für all deine Probleme.

Sie ersetzen kein frisches Essen, keine Bewegung, keinen Schlaf und keine Pausen. Sie können schlechte Gewohnheiten nicht „ausgleichen“ und sie machen einen ungesunden Alltag nicht plötzlich gesund.

Was sie aber sein können: eine gezielte Unterstützung.
Eine Ergänzung dort, wo der Körper mehr braucht, wo ein Mangel besteht oder wo der Alltag gewisse Dinge schlicht nicht hergibt.

Gerade in einer Welt, in der viele von uns viel leisten, sich viel bewegen, oft unterwegs sind oder bewusst leben möchten, kann diese Unterstützung sinnvoll sein – wenn sie bewusst eingesetzt wird.

Meine persönliche Situation

Ich selbst mag leider sehr viel Gemüse nicht. Auch wenn ich mir Mühe gebe, möglichst ausgewogen und gesund zu essen, weiss ich, dass ich meinen Bedarf niemals vollständig über die Ernährung allein decken werde. Dazu kommt, dass ich mich viel bewege und regelmässig Sport mache – mein Körper hat also auch einen erhöhten Bedarf.

Bei mir wurde zudem ein laborbestätigter Vitamin-D3-Mangel festgestellt. Das ist nichts Aussergewöhnliches, gerade in unseren Breitengraden, aber dennoch etwas, das man ernst nehmen sollte. Vitamin D spielt unter anderem eine wichtige Rolle für das Immunsystem, die Knochengesundheit und die Muskelfunktion.

Zusätzlich wurde mir von meinem Arzt nach einem grossen Blutbild empfohlen, Kurkuma einzunehmen – gezielt und nicht einfach „auf Verdacht“. Genau hier sehe ich für mich den sinnvollen Einsatz von Supplements: nicht blind, nicht aus Angst etwas zu verpassen, sondern auf Basis von Wissen und Bedarf.

Spannende Fakten rund um Supplements

  • Viele Vitamin- und Mineralstoffmängel bleiben lange unbemerkt, da Symptome oft unspezifisch sind (Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Infektanfälligkeit).
  • Fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) können bei Überdosierung problematisch sein – mehr ist hier nicht besser.
  • Die Bioverfügbarkeit eines Supplements ist entscheidend: Nicht alles, was hoch dosiert ist, wird vom Körper auch gut aufgenommen.
  • Natürliche Herkunft bedeutet nicht automatisch bessere Wirkung – ebenso wenig ist „synthetisch“ per se schlecht.
  • Kombinationspräparate sind praktisch, aber nicht immer sinnvoll, da sich gewisse Stoffe in der Aufnahme behindern können.

Mein aktueller Ansatz

Heute gehe ich bewusster mit Supplements um. Weniger „alles ausprobieren“, mehr hinterfragen. Weniger Trends, mehr Eigenverantwortung. Ich nehme nicht mehr alles ein, was gerade gehypt wird, sondern das, was für meinen Körper Sinn macht.

Und trotzdem bleibe ich kritisch – auch mir selbst gegenüber. Denn die Grenze zwischen sinnvoller Ergänzung und unnötigem Konsum ist manchmal schmal.

Ausblick: Weitere Blogartikel zum Thema

Dieser Artikel soll der Einstieg in eine kleine Blogserie rund um Supplements sein. In den nächsten Beiträgen möchte ich unter anderem auf folgende Themen eingehen:

  • Wie erkenne ich sinnvolle Supplements – und Marketing-Versprechen?
  • Meine persönlichen „Basics“: Welche Supplements ich aktuell nutze – und warum
  • Nice to have vs. überflüssig: Was ich bewusst weglasse
  • Blutwerte, Symptome & Selbstbeobachtung – worauf man achten kann
  • Vertrauen in Marken: Worauf ich bei Firmen und Produkten achte
  • Supplements im Alltag unterwegs – was macht wirklich Sinn auf Reisen?

Mein Ziel ist es nicht, Empfehlungen auszusprechen oder jemanden zu überzeugen. Sondern meine Gedanken, Erfahrungen und Lernprozesse zu teilen – ehrlich, reflektiert und ohne Heilsversprechen.

Denn am Ende bleibt für mich klar: Gesundheit ist kein Produkt.
Supplements können unterstützen – aber sie sind kein Wundermittel.

Wichtiger Hinweis zu Supplements

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und einen gesunden Lebensstil. Die hier beschriebenen Erfahrungen und Informationen basieren auf persönlichen Eindrücken, Recherchen sowie allgemein zugänglichem Wissen und stellen keine medizinische Beratung dar. Jeder Körper reagiert unterschiedlich auf Supplements. Was für mich funktioniert, muss nicht automatisch für andere passend sein. Bei bestehenden Erkrankungen, während Schwangerschaft oder Stillzeit sowie bei der Einnahme von Medikamenten empfehle ich, die Verwendung von Supplements vorab mit einer medizinischen Fachperson (z. B. Ärztin, Arzt oder Apotheke) abzuklären. Die Einnahme erfolgt stets auf eigene Verantwortung. Achte auf empfohlene Dosierungen und hochwertige Produkte. Mehr ist nicht gleich besser.

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