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Winterwanderweg Axalp

Ein weiteres schönes Wochenende steht an. Da ich noch einige Möbel für meinen Umzug in Interlaken abholen darf, verknüpfe ich dies mit einer Winterwanderung in Axalp.

Mir war nicht mehr bewusst wie weit die Anfahrt wirklich ist, hier lohnt es sich am Morgen etwas früher zu starten. Ich bin mal wieder erst am Mittag bereit, aber schliesslich ist ja auch Wochenende. Nach meinem Zwischenstopp in Interlaken geht mein Weg weiter Richtung Axalp. Nachdem ich die Autobahn verlassen habe, fällt mir auf, dass auf dem Weg auch die Giessbachfälle liegen. Vielleicht reicht es nach der Wanderung noch für einen Abstecher.

Die Strasse auf die Axalp hoch ist trotz des Schnees problemlos zu befahren und schon die Anfahrt zeigt immer wieder einen tollen Blick über den Brienzersee.

Wir erreichen die Axalp und suchen gleich den Winterwanderweg welcher gut ausgeschildert ist.

Ausblick auf den Brienzersee

Mit dem Blick über den Brienzersee wandern wir in das Dorfzentrum hoch, wir sind auch hier nicht die einzigen welche die Sonne in der Bergwelt geniessen wollen. Einige Ski und Schlittenfahrer sind unterwegs und der Wanderweg verläuft parallel zur Skipiste. Normalerweise ist dies mit Shila eine ziemliche stressige Angelegenheit, da Sie gerne die Skifahrer anbellt. Aber heute geniesst Shila den Schnee in vollen Zügen so dass sie alles andere um sich herum vergisst.

Nur als wir die Skipiste überqueren müssen, muss Sie einige Skifahrer anbellen. Der Winterwanderweg ist auch hier plötzlich nicht mehr gut ausgeschildert so dass wir uns auf dem Weg Richtung das Hinterburgseeli befinden.

Eine Kollegin welche sich hier gut auskennt, meinte das der Weg zum See im Moment ohne Schneeschuhe eher schwer sein dürfte. Vor mir läuft ein Ehepaar mit normalen Turnschuhen, also wage auch ich mich auch auf den Schnitzelweg Richtung See. Der Weg ist schon gut gespurt so kommen wir ohne Probleme vorwärts.

Ungefagter Verfolger

Kurz hinter dem Pärchen läuft ein Mann, er lässt mich jedoch überholen und mustert mich dabei etwas zu lange. Nun ja ich bin ja nicht alleine so dass ich mir noch keine grossen Gedanken mache.

Wie immer zu beginn einer Wanderung sind Shila und ich noch sehr gemütlich unterwegs. Shila ist mit schnüffeln beschäftigt und ich mit Fotos machen. Der Mann hinter mir schaut immer wieder das er uns nicht überholt und passt sich unserem Tempo an. Mein Bauchgefühl freut sich darüber nicht und mir ist es dabei eher unangenehm.

Das Ehepaar vor mir beschliesst sich auf einen anderen Weg zu gehen, da die Frau mehrmals ausrutscht, scheint Sie lieber wieder Richtung Axalp zu gehen. Ich gehe noch ein bisschen weiter, sehe dann aber, dass die Loipe in der Nähe ist. Da der Weg bis zum Hinterburgseeli doch etwas einsam ist, beschliesse ich nicht dorthin zu gehen. Normalerweise suche ich die Einsamkeit in den Bergen, mein unfreiwilliger Begleiter ist mir jedoch immer noch auf den Fersen. Ich stapfe so einige 100 Meter durch den nassen Tiefschnee. Auch Shila kämpft sich durch den schweren Schnee hindurch aber Spass macht es uns dennoch. Eine ziemlich anstrengende Abkürzung haben wir uns ausgesucht.

Wir laufen entlang der Loipe und finden von da aus sogar zurück auf den offiziellen Winterwanderweg. Während die anderen sich zurück auf die Axalp begeben machen wir noch einen Rundweg. Mein Begleiter ist ständig einige Meter hinter mir und obwohl Shila noch Spielgefährten findet überholt er uns einfach nicht, sondern läuft im Schneckentempo hinter uns her.

Pausen sind immer was tolles

Ich beschliesse an der Sonne, auf einem schneefreien Platz, eine Pause zu machen. Sollte er auch eine Pause einlegen werde ich Ihn darauf ansprechen. Ich bin schon länger auf Wanderungen alleine unterwegs und habe mich dabei noch nie unwohl gefühlt. Ich geniesse mein schneefreies Sonnenplätzchen. Irgendwann bemerkt mein «Verfolger» wohl, dass er sich nicht mehr länger um mich herumdrücken kann und spaziert endlich weiter. Die Aussicht von unserem Pausenplätzchen ist toll so das sich die Pause lohnt, auch wenn wir Sie beide noch nicht wirklich benötigt hätten.

Die Wanderung ist nicht sehr lang und so erreichen wir nach 7 Kilometer wieder unseren Ausgangspunkt. Der offizielle «richtige» Winterwanderweg ist noch etwas kürzer. Während der ganzen Winterwanderung hatten wir einen schönen Ausblick über den Brienzersee und das Oberland. Hier waren definitiv weniger Wanderer unterwegs als letzte Woche in Aeschi. Der Wanderweg ist auch abgeschiedener und somit mehr nach meinem Geschmack.

Zwischenstopp bei den Giessbachfällen

Auf dem Rückweg machen wir noch einen Zwischenhalt bei den Giessbachfällen. Der Wanderweg zum Giessbachfall ist geschlossen. Wieder einmal halten sich die meisten jedoch nicht daran. Dazu dann in einem späteren Blogpost mal meine Meinung. Die Giessbachfälle führen aktuell nicht sehr viel Wasser und sind im Sommer wohl eindrücklicher. Da wir aber sowieso daran vorbeigefahren sind, hat sich der Zwischenstopp gelohnt. Extra für die Giessbachfälle den Weg auf sich zu nehmen lohnt sich aber sicher nur im Sommer.

Tourinfos: 23.2.19

Route: Rundweg Axalp (Winterwanderweg)

Länge: 7 KM

Aufstieg: 165

Abstieg: 195

Wanderzeit: 1.5h mit viel Pausen und Fotos

Kondition: leicht

Anreise Auto: Grosser Parkplatz auf der Axalp vorhanden (gebührenpflichtig)

Hundetauglich: Eher abgeschieden 1 Robidog nur am Anfang des Weges. Leichter Wanderweg auch gut machbar für ältere Hunde.

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