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Fjällräven Classic der 1. Tag

Am nächsten Morgen geht’s dann endlich los. Am Start nehmen wir alles in Empfang. Wir bekommen das Essen für den ersten Tag sowie die Karte und einen Abfallsack. Ich mag diese Abfallsäcke die ähnlich wie ein Kitchener Sack sind. Diese sind dann jeweils auch bei mir Zuhause im Einsatz.

Das Abendessen muss ich hier nicht mitschleppen. Ein weiterer Unterschied zum Classic in Schweden. Da die Übernachtungsplätze fix sind bekommen wir das Essen jeden Tag. Wir starten um kurz nach 9 Uhr und ich laufe die ersten Meter noch mit Elena. Ich habe aber allen auch mitgeteilt das ich alleine wandern will. Mich setzt es immer unter Druck, wenn ich weiss das sich jemand meinem Tempo anpassen muss. Etwas was ich gar nicht mag. Einer der Gründe weshalb ich am liebsten alleine wandere.

Von Faldsled bis Holstenhuus

Die Landschaft erinnert mich schon zu Beginn sehr an Zuhause. Ich mache trotzdem unterwegs einige Bilder mit dem Handy. Dieses Mal habe ich auch meine GoPro dabei. Die meisten Bilder mache ich aber mit dem Handy. Dieses befindet sich in den nächsten Tagen im Flugmodus. Für mich steht fest ich möchte auch wieder das gleiche Feeling wie beim Fjällräven Classic in Schweden. Ich bin mir sicher, dass hier die Offlinezeit eine grosse Rolle spielt. Anders als im Schwedischen Fjell hat man hier aber Netz und so sind einige Teilnehmer sehr oft am WhatsApp schrieben oder telefonieren. Etwas was ich persönlich etwas schade finde. Ich glaube einfach, dass man die Natur anders wahrnimmt ohne das Handy in der Hand.

Nur die Häuser erinnern mich daran das ich hier nicht in der Schweiz bin. Diese sind im typischen nordischen Styl gebaut. Wir wandern durch Wälder, über Wiesen und ab und zu kommt auch ein kleiner See. Der ganze Weg ist Teil des Ohavstein. Problemlos wandere ich die ersten 5 Kilometer. Während die meisten beim 5Kilometer Schild eine Pause machen, mache ich nur schnell ein Foto und beschliesse noch etwas weiter zu gehen. Ich achte aber auch darauf das ich heute genügend Pausen einlege.

Unterwegs trifft man immer wieder die anderen Teilnehmer. Ab und zu bin ich wirklich ganz alleine unterwegs dies ist aber eher selten der Fall. Der ganze Wanderweg ist vom Fjällräven Classic Team sehr gut markiert worden, ein verlaufen ist daher fast unmöglich. Nur kurz vor den 20 Kilometer ist eine Stelle etwas unübersichtlich. Mit den anderen Teilnehmern finde ich aber nach wenigen Minuten den richtigen Weg.

Ich erreiche etwas nach dem Mittag den ersten Checkpoint und treffe gerade noch auf Jasha und Lars welche ihre Pause gerade beenden und weiterwandern.

Einige Minuten wandere ich mit einer Dame und Ihrem Hund. Ich habe vor der Mittagspause bereits den Sohn mit dem Hund getroffen und so kommen wir in ein Gespräch.

Ich bin aber dann schlussendlich etwas schneller als die Dame unterwegs. Bei Kilometer 20 treffe ich dann auch den Sohn wieder. Er ist froh das ich ihm sage das seine Mama nur kurz nach mir unterwegs ist. Er habe in der Eisdiele schon einige Stunden gewartet. Es ist das letzte Mal das ich das Mutter-Sohn Gespann antreffe. Einige Teilnehmer mussten den Classic anscheinend auch abbrechen.

Was mir niemand gesagt hat, dass die erste Etappe länger als 25 Kilometer dauert. Die letzten Kilometer sind für mich ziemlich hart und ich habe das Gefühl das ich das Ziel niemals mehr erreiche. Ich bin schon ziemlich k.o und sehne mich danach mich ins Bett bzw. auf meine Matte zu kuscheln und zu schlafen. Nach 9h wandern erreiche ich aber tatsächlich noch den Übernachtungsplatz.

Der erste Akt ist klar, schnell mein Zelt aufstellen. Schon von Mama gelernt und immer einer meiner Regeln unterwegs. Zuerst die Arbeit und dann das Vergnügen.

Gemütliches Beisammensein am Abend

Ich treffe auf Lars und einige andere Teilnehmer. Die meisten haben ihr Abendessen schon eingenommen. Nach dem Abendessen verbringen wir noch einige Zeit am Lagerfeuer welches von der Fjällräven Crew organisiert wurde. Es gibt Marshmallows und wir sitzen am Feuern und plaudern etwas. Ich bin aber ziemlich müde und so verschwinde ich bald in meinem Zelt. Der nächste Tag wird schliesslich auch wieder anstrengend.

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