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Abenteuercamp Braunwald

Kurz bevor ich meine Reise angetreten habe hat Sven von Abenteuer-Schweiz das Abenteuercamp in Braunwald eröffnet. Für mich stand schon da fest das ich sicher einmal vorbeischauen werde. So viele Abenteuerliche Übernachtungsmöglichkeiten welche ich schon länger ausprobieren wollte, findet man hier.

Das Baumzelt steht auf meiner Wunschliste, alles selber zu kaufen liegt jedoch nicht immer im Bereich meiner Möglichkeiten und hier hat man die super Option einiges zu testen.

Dankeschön für Mama

Als ich beschlossen habe früher nach Hause zurückzukehren, war schnell klar das ich den Herbst noch ausnützen möchte. Zudem hat sich Mama ein Dankeschön für die Betreuung von Shila verdient.

Die Tipis werden bereits im Oktober abgebaut, das Baumzelt war mit Shila nicht möglich. So blieb für uns noch die Wahl von der Jurte oder dem Bubble Suite. Ein Bubble Suite kann man zusammen mit einem Whirlpool mieten. Perfekt für ein Dankeschön an Mama. Ein bisschen Abenteuer, verbunden mit ein bisschen Luxus.

Ich habe bereits von Schweden aus, die Übernachtung gebucht. Ende Oktober machen wir uns also auf den Weg Richtung Glarus. Ich habe die Zeit etwas zu knapp berechnet aber wir kommen zum Glück noch mit der Bahn bis nach Braunwald. Braunwald ist Autofrei und somit erreicht man den Ferienort in Glarus nur mit der Standseilbahn.

Wir erreichen kurz nach 17 Uhr Braunwald. Nun dürfen wir noch eine kleine Wanderung bis nach Grotzenbühl machen, dort steht unser Bubble Suite wo wir die nächsten 2 Nächte Übernachten.

Steiler Aufstieg

Der Aufsteigt bis nach Grotzenbühl hat es aber noch in sich. Der erste Teil ist ziemlich steil und mit den Rucksäcken auf dem Rücken kommen wir doch ins Schwitzen. Die Sonne geht langsam unter und ich mache mir kurz Gedanken. Ich wollte gerne noch bei Tageslicht im Camp ankommen. Ich merke aber selber schnell das ich mir keine Gedanken machen muss. Manchmal steht mir mein Kopf einfach noch im Weg.

Wir erreichen nach 1,5 h Grotzenbühl. Es ist noch hell so dass wir gerade noch den Sonnenuntergang erleben können. Wir beschliessen als erstes den Luxus des Whirlpools geniessen. Im Panorama der Glarner Alpen den Sonnenuntergang vom Whirlpool aus geniessen, perfekt nach einer Wanderung. Die Nächte in den Bergen ist Ende Oktober schon etwas frisch und so verlassen wir den Whirlpool nur ungern. Wir bekommen aber langsam Hunger. Dank einer kleinen Küche mit Wasserkocher und Real Turmat steht das Essen aber schnell auf dem Tisch. Man könnte Halbpension dazu buchen und sich das Essen vom nahgelegenen Restaurant liefern lassen. Auf diese Option habe ich aber verzichtet.

Mute ich den 2 Grosis zuviel zu?

Nach dem Essen ist es bereits dunkel und auch etwas frisch geworden. So kommt es das wir uns sehr früh ins Bett verziehen. Ich mache für beide noch eine Bettflasche und beim Einschlafen mache ich mir doch einige Gedanken. Im Bubble Suit wird es nicht warm. Wird Shila frieren und was ist mit meiner Mama? Mute ich ihr zu viel zu. Obwohl ich weiss das es im Notfall noch Schlafsäcke hätte dreht sich mein Gedankenkarusell.

Jedoch mache ich mir völlig umsonst Sorgen. Denn Mama und ich müssen beide in der Nacht unsere Kleider loswerden. Unter der Decke ist es einfach zu warm.

Aussicht vom Bett

Obwohl wir sehr früh ins Bett gegangen sind, schlafen wir bis um 9 Uhr. Ich bin in der Nacht mehrmals Wach geworden und konnte so den atemberaubenden Sternenhimmel geniessen. Vom bequemen Bett aus einfach unter der warmen Decke zu liegen und dabei in den Himmel zu schauen umgeben von den Bergen, das hat definitiv etwas. Klar kann ich das auch von einem Biwak aus, das Bubble Suite hat aber auch eine ganz eigene Atmosphäre, und ist vor allem für Mama geeignet.

Am nächsten Tag erkunden wir zu Fuss die Umgebung und schauen uns auch noch kurz das Tipicamp und die Baumzelte an. Hier hat es wirklich für alle etwas. Wir nehmen ein verspätetes Mittagessen im Restaurant ein. Hier dürfen die Abenteuercamper auch die Toilette benutzen. Was sehr praktisch und auch komfortabel ist. Den Abend geniessen wir noch mit einigen Gesprächen mit den anderen Gästen. Zudem machen wir nochmals ein kleiner Spaziergang.

Berglistüber Wasserfall

Am nächsten Tag beschliessen wir mit der Gondel nach Braunwald zu fahren. Runter gehen ist für Mama mit ihrem Knie nicht das ideale. Von Braunwald aus machen wir noch einige Abstecher in der Gegend. Wenn wir schon hier sind wollen wir dies ausnützen. Ich habe noch kein Job und auch Mama hat am Montag frei so, dass wir den Sonntag noch ausnützen können.

Zuedem haben wir von den Betreibern des Abenteuercamp, den Tipp bekommen, den Berglistüber Wasserfall zu besuchen. Dieser befindet sich ca. 10-15 Minuten Autofahrt ab Linthal. Ein Tipp den ich so weiterempfehlen kann. Der Berglistüber Wasserfall ist definitv sehenswert und man kann hinter dem Wasserfall hindurchlaufen.

Enttäuschung Klöntalersee

Wir fahren weiter und machen einen Abstecher beim Klöntalersee. Dieser ist auch ziemlich bekannt, aber mich beeindruckt diese Sehenswürdigkeit nicht besonders. Ein anderer See ganz in der Nähe hat bei mir mehr Eindruck hinterlassen.

Der Obersee in Näfels. Sicher auch weil ich mit diesem See schöne Erlebnisse verknüpft habe. Früher waren wir öfters am Obersee und der See habe ich bereits hier kurz erwähnt.

Ganz spontan beschliessen wir also noch einen Abstecher an den Obersee zu machen. Wir spazieren gemütlich um den See und geniessen den Nachmittag. Leider scheint der Obersee inzwischen kein Geheimtipp mehr zu sein. Es hat relativ viele Menschen und ist nicht so abgeschieden wie ich Ihn im Gedächtnis hatte. Dennoch ein schöner Platz. Es gibt sogar einige verückt, mutige welche für eine Erfrischung in den See hüpfen.

Nach diesem Abstecher heisst es für uns wieder zurück nach Bern zu fahren.

1 thought on “Abenteuercamp Braunwald

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