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Warum die Liebe auf den ersten Blick manchmal doch nicht die große Liebe ist.

Warum die Liebe auf den ersten Blick manchmal doch nicht die große Liebe ist.

Warum ich gerade den europäischen Fernwanderweg E1 ausgewählt habe für meinen Trip? Eine Fernwanderung die sicher sehr anspruchsvoll ist und nicht für Anfänger geeignet. Wie ich den europäischen Fernwanderweg E1 entdeckt habe könnt ihr hier nachlesen.

Nun ich finde man kann es wie mit einer Liebe auf den ersten Blick vergleichen. Ich habe den Trail entdeckt und es hat wumm gemacht. Ich habe die rosarote Brille getragen welche verhindert, dass man auch die negativen Aspekte einer solchen Tour sieht.

Die Einsamkeit, das nicht einfache Gelände, ein Jahr unterwegs was logistisch sehr schwer zu planen ist. Wann startet man am besten zur welchen Zeit. Welche Gegend ist für den Winter am geeignetsten. Wo und wie kann ich die Ausrüstung von Sommer auf Winter umwechseln.
Viele Frage die ich selber beantworten musste aber ehrlich gesagt auch vor mir hergeschoben habe. Viele Dinge die ich ehrlich gesagt extrem unterschätzt habe. Aber ging es nicht jedem von uns schon einmal so? Das man etwas Neues machen, lernen, ausprobieren wollte und dann gemerkt hat, dass es doch nicht ganz das Richtige ist.

Einige ziehen es dann auch auf biegen und brechen durch. Was manchmal auch sinnvoll sein kann. Ich möchte mein Erspartes jedoch nicht für etwas ausgeben was sich für mich nicht mehr gut anfühlt.

Warum nicht auf den Jakobsweg

Ich wurde schon gefragt warum ich kein Pilgerweg gewählt habe. Ob das für mich nicht besser gewesen wäre. Wahrscheinlich, nur muss ich sagen das es dann halt nicht mehr mein Traum gewesen wäre. Das Ziel meiner Reise war, soviel wie möglich von Schweden zu Fuss zu erleben.
Nicht erwartet habe ich, dass mich die Landschaft von Norwegen fast mehr gefesselt hat. Besonders die Fjorde haben es mir angetan.

Ich habe nach dem südlichen Teil in Schweden (1000km) meine Reise vorübergehend beendet. Für mich ist das im Moment der richtige Weg. Ich bereue es nicht, dass ich das Abenteuer gewagt habe. Ich durfte vieles lernen und auch über mich neue für mich wichtige Erkenntnisse sammeln.

Viele getrauen sich nicht ihre Träume zu Leben. Ich kann für mich sagen das ich es zumindest versucht habe. Ich habe mich gewagt alles hinter mir zu lassen und mich auf mein Abenteuer zu begehen. Der Vorteil dahinter war, dass ich meinen Arbeitsalltag völlig hinter mir lassen konnte. Mich davon komplett gelöst habe. Das hat auch zur Folge, dass ich gefühlt seit einer Ewigkeit unterwegs bin. Für mich fühlt es sich nach viel mehr als die 5 Monate an.

Der europäische Fernwanderweg ist immer noch ein Traum. Jedoch für mich nicht als ganzer alleine zu bewältigen. Eine passende Begleitung für einen solchen Trip zu finden ist zudem fast unmöglich. Auch etwas was ich gelernt habe.

Die letzen Wochen habe ich Schweden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln noch unsicher gemacht. Ich erhoffe mir dadurch etwas mehr vom Land und Leute zu sehen. Auf dem Trail konnte ich das zu wenig umsetzen. Nach der Wanderung habe ich meinen Zeltplatz eingerichtet etwas gegessen und dann ging es ins Bett.

Klar konnte ich während der Wanderschaft die Natur geniessen, ich konnte mich da aber nicht so darauf einlassen wie ich es mir gewünscht hätte.
Im September werde ich dann noch für 3 Wochen mit dem Auto unterwegs sein. Mit Reisepartner wo ich ziemlich sicher weiss, dass wir vielleicht kurze Diskussionen haben aber am Schluss alles gut gehen wird. Auf diese Zeit freue ich mich besonders.

Danach wird es nach Hause gehen. Aber ich werde weiterhin unterwegs sein. In der Schweiz aber Skandinavien wird immer auch ein Trip wert sein. In Zukunft wahrscheinlich auch auf Shila taugliche Art und Weise. Weil ohne Sie will ich nicht mehr zu lange unterwegs sein.

Urteile nie über einen anderen, bevor du nicht einen Monat lang in seinen Mokassins gelaufen bist.
Indianisches Sprichwort

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1 Kommentar

  1. Anna 13. Oktober 2018

    Nicht schlecht, ich bin zutiefst beeindruckt.

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