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Ausflug an den Greyerzersee

Ausflug an den Greyerzersee

Nach meinem Abschiedsfest brauchten Shila und ich einen gemütlichen Spaziergang. Da endlich wieder die Sonne schien, beschloss ich doch noch einen Punkt auf meiner Do-To Liste abzuhacken. Die Ile d`oroz möchte ich noch von Nahem betrachten. Die Insel ist von der Autobahnbrücke zu sehen und so bin ich auf diese gestossen. Ohne mich gross zu erkundigen bin ich in das Dorf gefahren, welches für mich am nächsten an der Insel zu liegen scheint.

Noch sind wir beide schön sauber 🙂

Die Autobahnbrücke

Wiedereinmal Planlos unterwegs

Keine so gute Idee. In Pont la Ville habe ich das Auto abgestellt und bin einfach mal losgelaufen in die Richtung, die für mich sinnvoll erschien. Wir laufen zuerst entlang des Golfplatzes durch grüne Wiesen. Vor einer weiten Fläche werden wir darauf aufmerksam gemacht das ein Golfball bis zu 220km/h erreichen kann. Sehr beruhigende Info.

 

Wir nehmen den kurzen Abschnitt dann doch in einem sehr schnellen Tempo in Angriff. Wir biegen in den Wald ein. Wir laufen recht hoch oberhalb des Sees, so dass mir schnell klar wird, dass ich auf diesem Weg die Insel wahrscheinlich nicht erreiche. Da der Weg aber sehr schön ist, laufen wir noch etwas weiter. Wir laufen gemütlich bis zur Staumauer Rossens.

Unterwegs erreichen wir noch einen sehr eindrücklichen kleinen „Strand“. Die vielen Baumstrünke welche hier auf der Ebenen herumliegen machen ein faszinierendes Bild.

Der Greyerzersee ist der längste Stausee in dert Schweiz. Die Staumauer in Rossens wurde 1948 eingeweiht. Wir beschliessen uns wieder auf den Rückweg zum Auto zu machen und dann doch noch zur Insel zu fahren.

erste Frühlingsanzeichen

Alle wollen den Frühling geniessen

Nach 2h sind wir wieder zurück und es geht mit dem Auto nach Le Bry. Bereits am Dorfeingang ahne ich was auf uns zukommen könnte. Den hier bildet sich bereits ein kleiner Stau. Ich überlege mir kurz, ob ich umkehren soll. Da ich aber schon mal hier bin, will ich es dennoch wagen. Ich habe Glück und es hat noch ein Parkplatz für einen 4×4. So müssen die Autos vor mir umkehren und ich darf den Weg passieren. Am Parkplatz angekommen bestätigen sich meine Vorahnungen. Es hat extrem viele Menschen. Klar, dass alle das tolle Wetter geniessen wollen. Nun denn, wir machen uns trotzdem auf dem Weg zu Insel.

Viele Menschen und

eine extrem trostlose Landschaft

Warum ich von der Insel so enttäuscht bin…

Im Frühling und bei einem tiefen Wasserstand ist die Insel über eine Furte zu Fuss erreichbar. Wir werden von verschiedener Musik auf unserem Spaziergang begleitet. Für mich etwas, was mich eher stört als erfreut. Während dem Hinlaufen bin ich sehr enttäuscht. Ich habe mir die Ile d`oroz ganz anders vorgestellt. Die Gegend um die Insel wirkt um diese Jahreszeit extrem trostlos. Keine Ahnung ob im Sommer, wenn der Wasserstand höher ist, die Landschaft schöner wirkt. Auf den Fotos, die ich bisher gesehen habe, scheint das der Fall zu sein. Dazu kommt, dass sehr viel Abfall herumliegt. Wir erreichen die Burg aber machen dort nur einen kleinen Rundgang da es hier einfach zu viele Menschen hat. Gerade bei der Kapelle ist einen riesigen Ansturm. Am Anfang der Insel wird man gebeten, dass die Kinder nicht auf den Mauern klettern sollen. Dies vor allem um die Burg vor dem weiteren Verfall zu schützen. Leider hält sich die Mehrheit der Besucher nicht an diesen Hinweis.

Die Ruinen

Die Insel ist nicht natürlich entstanden, sondern hat sich nach der Flutung des Greyerzersees gebildet. Auf der Insel stehen zwei Burgruinen. Die beiden Türme der Insel Oroz gehörten allerdings zu zwei, voneinander unabhängigen Burgen, die im 13. Jahrhundert gebaut wurden. Die Burg gehörte zu einem Städtchen das bei der Stauung in den Fluten versank.

Im Sommer kann man die Insel mit dem Boot erreichen. Man könnte in der kleinen Kapelle sogar heiraten. Auch diverse Veranstaltungen können auf der Insel gebucht werden. Nach einem kurzen Besuch machen wir uns auf den Rückweg. Die Burgruine ist schon eindrücklich. Hätte ich heute nur die Insel besucht wäre ich aber sicher enttäuscht gewesen. Zusammen mit dem Spaziergang auf der anderen Uferseite hat sich unser Ausflug aber doch gelohnt. Ich und Shila konnten das Wetter auf jeden Fall sehr geniessen und haben viel Sonne getankt

Burgfräulein von und zu Shila 🙂

Noch ein Hinweis zu den Wurzelbildern. Es scheint als würde die Wurzeln «hochkommen». Dies ist jedoch nicht der Fall. Das Wasser trägt Sedimente ab und durch das fehlende Erdreich scheint es als würde die Wurzeln hoch kommen. (Danke Christian für die spannende Infos)

 

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2 Kommentare

  1. Carsten 24. April 2018

    Du hast es alles sehr schön beschrieben.
    Wenn Du von unterwegs auch so viel schreibst, komme ich abends zu nichts mehr,wenn ich von Dir lese….

    • Sabrina 30. April 2018 — Autor der Seiten

      Ich hoffe das ich von unterwegs auch zum Schreiben komme. Auch für mich ☺️

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