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Saintlegier bis Tramelan – ein bisschen Lappland in der Schweiz

Unterwegs im Jura

Da schönes Wetter angekündigt war, wollte ich die Gelegenheit beim Schopf packen und einen weiteren Punkt auf meiner Wanderliste abhaken. Ich wollte an den Etang de la gruère. Da ich am Abend noch auf ein Raclette-Spielabend eingeladen war, durften wir früh los. Natürlich wollte ich den See mit einer kleinen Wanderung verbinden. So ging es mit dem Auto nach Saintlegier. Der Ort erstreckt sich auf einem breiten Sattel der Jurahochfläche; am Rande des Tals des Doubs.

 

Moorseen

Es gibt zwei Moorseen in dieser Gegend. Den eher unbekannteren Étang des Royes und den Étang de la Gruère. Gemäss den Googel Bilder wäre aber sicher auch der Étang des Royes eine Sehenswürdigkeit.

Perfekte Hundewanderung

Wir starten unsere Wanderung und nach nur wenigen Minuten befinden wir uns in der typischen Jura Landschaft. Wir laufen durch Fichtenwälder und sanfte, hüglige Hochebene. Für Shila ist es der perfekte Weg, da es keine grossen Steigungen gibt. Nach ca. einer Stunde erreichen wir bereits den Höhepunkt der Wanderung. Wir überqueren bei La Theurre die Hauptstrasse. Hier ist auch ein grosser Gratis Parkplatz vorhanden; ideal für diejenigen welche den See nach einem kurzen Fussmarsch erreichen möchten. Auch der Parkplatz in Saintlegier ist kostenlos. Wir werden mittels einem grossen Schild darauf aufmerksam gemacht, dass wir nun den Regionalen Nationalpark Doubs betreten. Das Schild verspricht, dass ein Besuch beim Étang de la Gruère einer Reise in den hohen Norden gleichkommt. Ich glaube das nicht wirklich, aber wir laufen gespannt weiter. Nach wenigen Metern erreichen wir den See und augenblicklich fühlt man sich tatsächlich in den Norden versetzt. Nun ja wir sind ja auch im Norden der Schweiz.

Nicht gerade Hundfreundlich und Altersfreundlich…

 

Lappland oder Jura?

Auch Mama ist von der Gegend begeistert und so mache ich doch viele Fotos. Es herrscht die perfekte Moody-Instagram Stimmung, so dass meine Mum auch kurz als Model herhalten darf. Nicht mit der typischen gelben Jacke, dafür aber mit einer violetten.

Moody – Instagram – Stimmung

Leider sehe ich dann erst Zuhause, dass bei einigen Bildern der Himmel zu ausgebrannt ist und die Fotos weniger toll geworden sind als erhofft.

Nachdem in dieser Gegend einst Torf abgebaut wurde, entstand im 17. Jahrhundert ein Teich, der zusätzlich gestaut wurde um eine Mühle zu betreiben. Heute zählt der Étang de la Gruère zumgrößten Hochmoor der Schweiz und die geschützte Landschaften bietet vielen und teilweise vom aussterben bedrohten Pflanzen und Tieren einen Lebensraum. Der Wanderweg um den See ist auch für Kinder ein spannendes Erlebnis und verläuft auf Moorboden, Holzstegen und kleinen Brücken. Rund um den Weiher informieren Tafeln über die Tier- und Pflanzenwelt.

 

Naturpark mit Hochmoor

Wir umlaufen die Hälfte des Sees bevor wir dann Richtung Moulin de la Gruère abbiegen. Dort gibt es wieder ein grosser Parkplatz sowie eine Postautohaltstelle. Von hier erreicht man den See in wenigen Minuten. Da wir nun noch genügend Zeit haben, wandern wir weiter Richtung Tramelan. Der Weg führt weiter durch Fichtenwälder . Das Wetter ist weniger gut als gemeldet und so nieselt es ab und zu. Nachdem wir den Fichtenwald hinter uns lassen, geht der Weg weiter durch die hüglige Jura Landschaft. Hier erinnert einiges an ein Pfadilager, dass ich vor einigen Jahren besucht habe. Wir sind uns fast sicher, dass wir in dieser Gegend das Lager verbracht haben. Zuhause stellte es sich aber heraus, dass dies nicht der Fall war.

 
 

Sympatische Jurassier

Wir überqueren erneuert die Hauptstrasse und laufen nun über Wiesen entlang von Pferdeweiden weiter. Nach ca. 1.5 h erreichen wir dann Tramelan. Entlang der Strecke gibt es für Shila an der « Bars pour tous» noch die Möglichkeit zu trinken. Sehr sympathisch diese Jurassier.




Bar pour tous
Wir laufen noch bis zur Postautostelle und sind etwas früher als erwartet im Ziel. Zum Glück habe ich mich vor der Wanderung noch erkundigt wie oft das Postauto fährt. Denn diese fährt am Samstag nur 4x im Tag.

 




Nach einer kurzen Rückfahrt erreichen wir unser Auto wieder und fahren wieder nach Hause. Eine gemütliche Wanderung mit einem tollen Höhepunkt. Es ist eine wahnsinnig tolle Gegend und bietet tolle Fotomotive. Wer nicht gerne wandert, erreicht den See wie erwähnt auch nach einem zwei-minütigen Fussmarsch.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

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