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Schneeschuhtour mit Alsnuff.de

Schneeschuhtour mit Alsnuff.de

Wie Familie Mufflon und ich uns kennenlernten

Familie Mufflon (alsnuff.de) habe ich über Facebook kennengelernt. Ihre tollen Bilder von Bergen, welche in ihrem Blog und auf Instagram zu finden sind, haben mich fasziniert. Sie haben schon, im Gegensatz zu mir, öfters eine Schneeschuhtour gemacht. Nach kurzen Texten kam irgendwann der Gedanke, dass wir zusammen etwas unternehmen könnten. Ein Bloggertreffen in den Bergen. Mit Menschen unterwegs sein, welche die gleiche Leidenschaft haben wie ich. Perfekt oder?

Sonnenaufgang 

auf dem Weg nach Luzern


Planung der Tour

Zuerst war eine Schneeschuhtour auf den Rotsandnollen geplant. Da an diesem Wochenende aber eine erhebliche Lawinengefahr bestand, haben wir uns für eine kleinere Tour entschieden. Im Nachhinein war ich über diesen Entscheid doch dankbar. Die Tour wurde von Familie Mufflon geplant.

Blogger unter sich

Für mich ging es früh am Sonntagmorgen los in Richtung Luzern. Bei Abenteuer-Schweiz.com habe ich ein LVS Gerät für die Tour ausgelehnt. Sicherheit steht ja an erster Stelle. Familie Mufflon mit Kollege im Schlepptau traf ich dann an der Talstation Stöckalp. Mit der Gondel ging es in Richtung Melchseefrutt. Das Wetter war glücklicherweise besser als angekündigt.

Abenteuerlicher Start

Nach wenigen Meter konnten wir bereits unsere Schneeschuhe an die Füsse schnallen. Ich habe meine ausgelehnt und nicht wirklich auf das Material geachtet. Ein Fehler wie sich bald herausstellte. Die ersten paar hundert Meter waren etwas ungewohnt, aber das Schneeschuhlaufen war gar nicht so schwer wie ich erwartet habe. Bald kamen wir an einen seitlich abfallenden Hang. Meine Schneeschuhe hatten seitwärts nur bedingt guten Halt. 

Schon zu Beginn dieses Hangs bin ich ständig ausgerutscht. Das Laufen gestaltet sich dadurch für mich sehr schwierig. Da der Schnee hart und gefroren war, fanden meine Schneeschuhe auch keinen richtigen Halt. Schlussendlich bin ich gestürzt und einige Meter den Hang abgerutscht.
Relativ schnell konnte ich während der Rutschpartie meine Schneeschuhe aber so in den Schnee rammen,  dass ich nicht weiter abgerutscht bin. Schlimm wäre ein weiteres Abgleiten wahrscheinlich auch nicht gewesen. Ich wäre einige Meter gerutscht und dann auf der Skipiste gelandet. Verletzt hätte ich mich dabei glücklicherweise nicht gross. 

Dennoch war das Gefühl vom Abrutschen für mich in diesem Moment sehr angsteinflössend. Meine Knie waren weich und ich habe regelrecht gezittert. Papa Mufflon hat mich dann aber gesichert, so dass ich nicht weiter abrutschen konnte. Damit ich überhaupt aufstehen konnte, musste ich mich erst mal der Schneeschuhe entledigen. Ich habe dann auch versucht ohne diese weiterzukommen, aber dies hat nur wenige Meter geklappt, vielleicht auch weil meine Beine einfach noch sehr zittrig waren. Ich war kurz davor die Tour zu abzubrechen und die drei alleine ziehen zu lassen. Mir war es auch unangenehm, dass die drei von mir so aufgehalten wurden. 

Die zwei Männer fanden aber, dass der Weg nach vorne weniger weit wäre als retour zu gehen. Mit den Lawinenschaufeln haben die beiden mir dann den Weg geebnet. Die Jungs waren sehr erfreut, dass ihre Schaufeln nun gebraucht aussehen. Ist ja viel interessanter als neues Material 🙂

Das Schneehuhn

Eine Pause auf dem Chringenpass und Die Wächte

Nach dem steilen Hang gönnten wir uns dann zuerst eine Pause. Diese hatten sich die zwei Jungs auch verdient nach ihrer heldenhaften Tat. Wir haben die Aussicht über Luzern genossen. Für mich könnten die Luzerner Bergen neben dem Berner Oberland definitiv ein neuer Lieblingsort werden.
Einige Meter später stand dann nochmals eine heikle Stelle auf dem Programm. Wir durften eine grosse und auch nicht ganz ungefährliche Wächte durchsteigen. Hinter dieser ging es ein paar Meter steil in die Tiefe. Auch an dieser Stelle durften die Jungs nochmals ihr Lawinenschaufeln einsetzen um einige Stufe in den Schnee zu bauen. Jochen wagte es als erstes hinunter und nahm uns auch unsere Rucksäcke ab. Danach hat sich Papa Mufflon an den Abstieg gemacht. Ich durfte mich dann auch langsam aber sicher im Rückwärtsgang hinunter bewegen. Ich wurde aber von den Jungs Schritt für Schritt angeleitet, so dass ich es ohne Probleme geschafft habe.


Nach diesem weiteren Abenteuer haben wir uns ein Mittagsessen redlich verdient. An der Sonne konnten wir unseren Lunch geniessen. 

Weiter ging es dann zur Tannalp. Unterwegs haben wir auch noch die Iglus gesehen. Sven von Abenteuer-schweiz.com war an diesem Wochenende auch auf der Melchseefrutt. Fröhlich habe ich in Richtung der Iglus gerufen und gewunken. Es stellte sich dann später heraus, dass ich dem falschen gerufen habe. Der Traum von einer Nacht im Iglu wird für mich hoffentlich in der nächsten Wintersaison erfüllt werden.

Der Aufstieg zur Erzegg

Kurz darauf nahmen wir den letzten Anstieg auf zum Erzegg in Angriff. Der Anstieg war als eine leichte Route und Familientauglich deklariert. Wir haben uns gewundert, da der Anstieg nicht ohne war. Ich spürte auch hier meine fehlende Kondition deutlich. Zudem bereute ich in diesem Moment, dass ich noch Funktionswäsche angezogen habe. Wir kamen alle ins Schwitzen. 

Meistens wird man bei solch steilen Anstiegen auch mit einer grossartigen Aussicht belohnt. Dies war auch hier der Fall. Beim Gipfelkreuz angekommen, genossen wir während einer weiteren Pause, die herrliche Aussicht. Das sind diese Momente, die mir so unheimlich viel geben. Bei schönstem Sonnenschein liessen wir die unbeschreibliche Aussicht auf die Berglandschaft auf uns wirken.

Gemütlich machten wir uns dann an den Abstieg zur Melchseefrutt herunter. Jochen konnte dabei leider nicht mehr so wie gewünscht runter rutschen. Meine Schneeschuhe wären dafür wahrscheinlich geeignet gewesen. Ich habe zum Rutschen aber doch noch zu wenig Stabilität. Nach dem Abstieg gönnten wir uns noch einen „Aprés-Schneeschuh“ Halt in einer gemütlichen Beiz. Ein letztes Mal die Sonne geniessen, bevor es wieder runter ins Tal ging. Mit guten Gesprächen liessen wir den Tag ausklingen.

Es war eine abenteuerliche, interessante, sonnige und einfach geniale erste Schneeschuhtour. Ich werde sicher noch mehr Schneeschuhtouren unternehmen. Das nächste Mal werde ich aber sicher mehr aufs Material achten. Wieder einmal konnte ich eine neue Erfahrung sammeln und für die Zukunft lernen.



Den Bericht von Alsnuff.de findet ihr unter folgendem Link. Link zum Bericht von Alsnuff

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