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Porto Venere

Mehr Natur, weniger Menschen

Am Donnerstag steht fest ich brauche mehr Natur und weniger Touristen. Also nehme ich Porto Venere heute unter die Lupe. Hier starten auch einige Touristen auf die Bootstour Richtung Cinque Terre. Es gibt aber auch die Bootstour Rund um die 3 Inseln Palmaria, Tino und Tinetto welche auch zum UNESCO Weltkulturerbe gehören. Diese Rundfahrt reizt mich so, dass ich beschliesse diese gleich in Angriff zu nehmen. Diese dauert auch nur 40 Minuten so das ich noch genügend Zeit habe um anschliessend eine Wanderung zu machen. Ich löse mein Ticket, da mein Schiff aber erst in 40 Minuten ablegt habe ich Zeit um noch das Dorf Porto Venere zu erkunden. Ich mache mich auf den Weg zur San Petros Kirche, von hieraus hat man schöne Fotomotive. Heute sind hier definitiv weniger Touristen als in Cinque Terre unterwegs. Porto Venere ist auch bekannt aber ich denke das die Tagestouristen hier eher wegbleiben. Allerdings ist zu bedenken, dass ich in der Nebensaison unterwegs bin.

Bootsrundfahrt 3 Insel

Die Rundfahrt beginnt und das Boot ist zum Glück nur etwa zur Hälfte besetzt. Die Insel Palmaria ist sehr bekannt zum Wandern. Ich schaue mir die Insel aber heute nur vom Schiff aus an. Die Insel Tino steht unter militärischem Speergebiet. Nur am 13. September anlässlich eines Festes ist die Insel für die Öffentlichkeit zugänglich. Während der Schiffsfahrt sieht man auch die vielen Höhlen welche anscheinend sehr bekannt sind. Die Bootstour hat sich auf jeden Fall gelohnt und bietet einen schönen Überblick über die Gegend.

Ab auf den Wanderweg

Für mich geht es nun weiter auf die Suche nach dem Wanderweg. Ich habe zum Glück am Morgen einen Tipp bekommen und so finde ich nach kurzer Suche die Treppe welche zur Festung hochführt. Noch immer spüre ich meinen Muskelkater vom Montag und so hält sich meine Freude über die Treppen etwas in Grenzen. Trotzdem gehe ich weiter hoch, mein Ehrgeiz ist heute sehr hoch. Bei der Festung angelangt bietet sich schon ein hübscher Ausblick über die Stadt, die San Petros Kirche und das Meer. Für mich geht es aber nach einer kurzen Fotosession noch etwas weiter. Der Weg entlang, zum Muzzerone hoch ist ziemlich steil. Ich merke hier das meine Fitness definitiv nicht auf dem Level ist, welchen ich gerne hätte. Für meine zukünftigen Pläne muss ich also definitiv noch einen Zacken zulegen.

Immer wieder bin ich aber fasziniert vom Ausblick welcher sich mir hier bietet. Dafür lohnt sich die Anstrengung definitiv. Zudem bin ich in dieser Zeit genau einem Menschen begegnet. Ansonsten bin ich auf diesem Weg ganz für mich was ich heute geniesse. Viel Natur und wenig Menschen genau das was ich mir für heute gewünscht habe.

Ich bin aber froh als der Weg dann endlich etwas flacher wird. Ich habe keinen grossen Plan und nehme einfach einen Weg. Irgendwohin wird mich dieser schon führen.

In der Ferne höre ich höre ich mehrere grosse Knalle. Bereits vor einige Tagen waren diese hörbar und für mich doch etwas eindrücklich. Ich erfahre später am Abend das dies Übungen vom Militär sind. Zuerst dachte ich es zieht ein Gewitter auf. Aus diesem Grund beschliesse ich nicht den Weg bis nach Campiglia einzuschlagen. Ich kenne die Gegend zu wenig um beurteilen zu können wie der Weg bei Gewittern zu passieren ist.

Ich erreiche schliesslich Le Grazie und schlendere auch hier noch etwas durch das Dorf. Heute ist der einzige Abend wo ich nicht im Agritourismus esse. So suche ich mir zuerst in Porto Venere etwas zum Essen.

Aktuell ist aber noch Nebensaison und vieles hat geschlossen. Es gibt zwar kleine Cafes mit Zwischenmahlzeiten aber ich habe inzwischen Hunger. So geht es retour nach La Spezia. Die Restaurants öffnen auch hier aber erst um 19:00 so dass ich mich noch etwas gedulden muss.

Zurück nach Hause geht es dann heute ausnahmsweise nicht mit dem Bus, sondern mit dem Auto. Leider fährt der letzte Bus ins Aggrotourismo bereits um 19 Uhr. Einer der wenige Nachteile, bis auf diesen Abend hat mich dies aber nie eingeschränkt.

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