Eine Winterwanderung die sich in meinen Augen sehr lohnt. Aus diesem Grund habe ich mich schnell hingesessen und habe den Blogpost dazu erfasst. Ich freue mich, wenn ich jemand diesen Winterwanderweg «gluschtig» (schmackhaft) machen kann. Falls Du Dich durch den Artikel Inspiriert fühlst und den Weg unter die Füsse nimmst, freue ich mich auf dein Feedback. Natürlich auch sonst.

Wetterprognosse veränderlich

Für Samstag ist kein bombastisches Wetter vorausgesagt. Am Sonntag werde ich aber im Belper Kino beim Burezmorge dabei sein und deshalb zieht es mich am Samstag wieder einmal raus.

Auf der App Schweiz Mobil finde ich schnell eine Winterwanderung die meinen Vorstellungen entspricht. Der Winterwanderweg Springboden. Der Rundweg ist 7 km lang und die Höhenmeter halten sich auch in Grenzen. Perfekt für eine Wanderung mit einem älteren Hund. Ich bin sowieso gerne im Diemtigtal unterwegs und auch die Anfahrt ist nicht zu weit für ein Tagesausflug.

Auf der Suche nach Springenbode

Ich fahre mit dem Auto bis nach Springboden. Das Navi führt mich aber etwas in die Irre. So lande ich irgendwo im niergendwo. Dank der App finde ich aber schlussendlich den Ausganspunkt der Wanderung. Wer mit dem Auto anreist hat mehrere Optionen. Ich parkiere beim ersten Parkplatz in Haseloch. Etwa 500 Meter weiter befindet sich der grössere Parkplatz direkt beim Gasthaus Gsässweid. Da ich davon aber noch nichts wusste habe ich den erst besten Parkplatz genommen. Obwohl hier schon einige Autos stehen sieht die Gegend ziemlich verlassen aus. Perfekt.

Vom Parkplatz geht es gleich los über einen breiten Wanderweg. Im Sommer führt hier wohl noch eine Strasse lang. Wir biegen links ab Richtung Chüeweid. Ich scheine nicht die erste Wanderin heute zu sein. Einige Fussspuren sind zu sehen.

Winterwonderland

Es dauert nicht lange und bei der Abzweigung Richtung Ahorni wird der Weg schmaler und führt uns durch den Wald. Ab hier kommt das Richtige Wanderfeeling auf.

Dank des Neuschnees in den vergangenen Tagen sinkt man aber auf dem Weg doch immer bei jedem Schritt etwas ein. Er ist zwar besser präpariert als ich erwartet habe, aber das Wandern ist doch unter diesen Bedingungen ziemlich anstrengend. Schon nach wenigen Metern werde ich aber belohnt mit einer tollen Aussicht auf das Diemtigtal. Der Weg führt Shila und mich immer wieder durch verschneite Wälder und über Weiden mit einer tollen Aussicht. Immer wieder kommen wir an einsamen und anscheinend verlassenen Alphütten vorbei. Diese üben heute eine besondere Anziehungskraft auf mich aus, so das ich davon viele Bilder machen.

Umkehren oder weitergehen?

Nach 2 Kilometer bin ich schon ziemlich aus der Puste. Ich frage mich kurz ob es nicht besser wäre wieder umzukehren. Wir kommen sehr langsam voran. Einerseits weil ich einfach immer wieder Fotomotive entdecke anderseits durch das leichte Einsacken in den Schnee. Schneeschuhe wären sicher nicht verkehrt, wer aber etwas sportlich ist hätte hier sicher auch keine Probleme.

Mein Kopf ist heute aber stärker und so marschiere ich weiter, es ist ja schliesslich auch egal ob ich länger als die 2h brauche die für den Weg empfohlen sind. Der Weg macht kurz vor der Chüehweid einen Bogen und führt wieder in die Richtung des Ausgangspunktes. Die Hälfte des Wegs haben wir jedoch hier noch nicht erreicht da wir einen weiteren Bogen um den Ausgangspunkt machen. Die 270 Höhenmeter machen wir zu Beginn der Tour und obwohl es nicht viele sind, spüre ich den Anstieg doch. Auf 1465 Höhenmeter erreichen wir die fast höchste Stelle und ich gönne mir eine kleine Pause. Die Sitzbank zum Rasten ist zwar zugeschneit aber ich kann auch im Stehen kurz ausruhen.

Einige Fotos und Videos mache ich hier und geniesse die Aussicht. Das erstmal während der letzten 2h kommen wir auch Wanderer entgegen. Bisher waren wir völlig alleine unterwegs. Wer also die Abgeschiedenheit mag ist hier richtig.

Ich merke das mein Akku langsam alle ist und will meine Powerbank herausholen. Ich war während der Wanderung zwar fast immer Offline, benötige das Handy aber zum Fotografieren.

Offline

Ich merke aber, dass ich die Powerbank zuhause in die falsche Tasche gepackt habe. Wahrscheinlich soll ich die restliche Wanderung ganz ohne Handy geniessen. Gerade in diesem Moment reist die Wolkendecke auf und die Sonne zeigt sich. Wenige Fotos kann ich davon noch machen bevor das Iphone sich definitiv verabschiedet. Etwas ärgert mich das schon, denn nun habe ich tatsächlich auch ein wunderschön blauer Himmel. Der Schnee wirkt wie eine riesige glitzernde weisse Diamantendecke. Ich mache mich wieder auf den Weg und bin von diesem Winterwanderweg je länger desto mehr begeistert. Wir haben einen letzten kleinen Anstieg vor uns bevor. Hier sind auch einige Tourenfahrer unterwegs die wird aber nur aus der Ferne sehen und uns nicht stören. Wir sind auf der Höhe von Gsässweid einfach etwas weiter obehalb. Der Weg von hier mach nun eine weitere Schlaufe bis wir die südliche Chüeweid erreichen. Anscheinend gibt es hier gleich mehrere Chüehweids. Wir sind nun deutlich schneller unterwegs als im ersten Teil. Einerseits weil ich keine Fotos mehr machen kann und anderseits auch weil es nun immer leicht bergab geht.

Wir erreichen die Gsässweid und hier scheinen alle die Menschen auch zu sein. Es herrscht ein reger Betrieb und auch die Skischule ist fleissig die Hänge am unsicher machen.

Die letzten 500 Meter gehen wir der Strasse entlang, fast hätte ich mich verlaufen. Mann könnte von der Gsässweid nämlich auch noch dem Winterwanderweg über das Ahorni folgen und so die Tour nochmals verlängern. Für Shila war der Ausflug so aber gerade perfekt so, dass ich auf diese Option verzichte. Auf der Gsässweid befindet sich zudem auch ein Bergrestaurant. Wir haben auf eine Einkehr hier verzichtet.

Eine der schönsten Winterwanderwege

Es war eine wirklich schöner Winterwanderweg. Sehr Abwechslungsreich, gut markiert mit einer eindrücklichen Aussicht aufs hintere Diemtigtal und ins Simmental.Der Winterwanderweg führt in eine abgeschiedene Welt und hier kann man wunderbar wieder Kraft für den Alltag tanken.

Tourinfos:

Route: Winderwanderweg Springenboden im Uhrzeigersinn Haseloch-Ahorni-Chüeweid-Neuenstift-Ottenschwand-Bergli-Springenboden-Haseloch

Länge : 7 Kilometer

Aufstieg: 320 Höhenmeter

Absteig : 295 Höhenmeter

Wanderzeit: 2h 45 Minuten inkl. Pause und viel Fotos 😊 (Offiziell 2h 15min)

Kondition: mittel

Anreise Auto: Parkplätze beim Haseloch und bei der Gsässweid vorhanden.

Anreise mit ÖV: unbekannt. Gemäss diemtigtal.ch Mit dem Postauto ab Oey- Diemtigen bis Station Horboden. Weiter mit Ruftaxi. Infos unter diemtigtal.ch

Hundetauglich: Sehr ruhige Gegend. Unterwegs 1 Robidog. Auch für ältere Hunde geeignet

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