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Tjörn Teil 1

Grosse Tjörn Liebe

Am Dienstag werde ich um 11 Uhr vom gratis Bus abgeholt, welcher mich nach Laxå bringt. Ich bin der einzige Gast und so unterhalten der Fahrer und ich uns in Englisch während der ganzen Fahrt. Er gibt mir noch einige Tipps, für Sehenswürdigkeiten in der Gegend. Ich notiere mir einiges davon. Vielleicht mache ich hier mit meinen Eltern noch einen Zwischenhalt.

In Laxå warte ich kurz bis mein Zug nach Göteborg eintrifft. Während der Wartezeit schreibe ich noch etwas mit Pädu. Er kommt spontan noch für eine Woche nach Schweden und wir werden zusammen Göteborg erkunden.

Zugfahrt ohne Zwischenfälle

Heute scheint alles wie geplant zu verlaufen. Mein Zug trifft pünktlich ein und die Fahrt nach Göteborg verläuft ohne Probleme.
In Göteborg angekommen geht es heute aber direkt weiter Richtung Tjörn.
Mir wurde zu Beginn meiner Reise von jemandem angeboten Tjörn zusammen zu erkunden. Lange habe ich nach diesen Beitrag auf Facebook gesucht aber leider nicht mehr gefunden.

Erinnerungen an Tjörn

Tjörn erinnert mich an mein Inter Rail Trip vor 15 Jahren und ich habe so schöne Erinnerungen an die Insel das ich unbedingt nochmals dahin möchte.
Vor einigen Wochen bin ich tatsächlich über Instagram wieder auf dieses Angebot gestossen. Ich habe nicht daran gedacht das es auf Instagram gewesen sein könnte. Ich habe S. Da gleich kontaktiert und sie meinte das Angebot bestehe weiterhin. Zudem hat sie mir auch gleich angeboten das ich bei Ihnen übernachten darf.

In Göteborg informiere ich S. Wann ich bei ihnen eintreffe. Sie sagt mir dann gleich das ich am Abend mit zu ihren Kollegen zum grillieren eingeladen bin. Die typische Schwedische Gastfreundschaft. Da ich diesen Sommer noch nie richtig grillieren konnte freue ich mich sehr über das Angebot.
Nach einer kurzen Busfahrt erreiche ich Tjörn und werde von S. Abgeholt. Ihr Haus liegt etwas ausserhalb ist aber auch gut zu Fuss zu erreichen. Mein Gästezimmer und das ganze Haus ist wunderschön. Hell modern und gemütlich. Wenn ich inzwischen nicht wüsste wie gross mein Heimweh ist, würde ich glatt über eine Auswanderung nachdenken.

Grillabend auf Schwedisch

Kurz nach meiner Ankunft geht es zum Grillabend. Ich spüre schnell das ich etwas schüchtern werde. Fast niemand will mir glauben das ich schüchtern bin, jedoch unter fremden Menschen in einem fremden Land dazu in einer fremden Sprache das ist für mich dann ein Grund ziemlich schüchtern und schweigsam zu werden. Die Gastgeber geben sich aber riesig Mühe damit ich mich wohl fühle. Es gibt leckeres Essen und zum Dessert selbstgemachte Zimtschnecken. Was will man mehr.

Nach dem Essen machen wir einen Spaziergang zum Meer um den Sonnenuntergang zu sehen.
Es dauert nicht lange und ich bin hin und weg von der Landschaft. Wie sehr unterscheidet sich hier die Landschaft zu Mittelschweden. Die raue steinige Küste hat definitiv etwas was mich fasziniert. Ich weiss schon jetzt das ich die Westküste einfach lieben werde.

Auf nach Dyrön

Am nächsten Tag machen S. Und ich mit den Hunden einen Ausflug nach Dyrön. Eine kleine Insel welche südlich von Tjörn liegt. Die Überfahrt mit der Fähre dauert nur kurz. Auf Dyrön gibt es fast keine Autos und einen Wanderweg rund um die Insel von ca. 5 Kilometer der Dyrönsleden.

Nicht ewig lange, aber es gibt einige Höhenmeter und Aussichtspunkte zum Mitnehmen, so dass man hier schon fast einen ganzen Tag einrechnen muss.
Der Wanderweg verläuft zuerst am Hafen entlang. Etwas speziell da man rund um eine kleine Bucht über den Holzsteg läuft. Ohne meine Begleitung wäre ich hier bereits falsch gewandert. Es wurde mir bereits versprochen das die heutige Wanderung nur sehr wenig Wald beinhaltet.

Felsenwanderung

Wir wandern dafür mehrheitlich über Felsen was für mich zuerst ungewohnt ist. Da sehr wenig Menschen unterwegs sind können die Hunde schon rasch ohne Leine herumtoben.

Gleich zu Beginn zeigt mir S. Etwas abseits vom Wanderweg ein Loch welches im Felsen ist. Hier war früher ein Stein der sich durch die Wellen immer wieder gedreht hat und so langsam aber stetig das Loch in den Felsen gefressen hat. Ich habe die Geschichte noch auf Google gesucht aber dazu nichts gefunden. Es ist aber definitiv faszinierend was die Natur hier wieder gezaubert hat.

Das ist genau das was mich begeistert, wenn man das Glück hat mit Einheimischen unterwegs zu sein. Man hört Geschichten die nicht jeder kennt. Ich hätte das Loch nie gesehen, wenn ich alleine unterwegs gewesen wäre. Obwohl ich eigentlich gut auf den Weg achte.
Es geht weiter entlang der Küste und ich geniesse die frische salzige Luft. Hier am Meer zu sein freut mich riesig. Nebst den Bergen hat Wasser und besonders das Meer immer eine besondere Anziehungskraft auf mich ausgeübt.

Grandiose Aussichten

Wir nehmen den ersten Anstieg in Angriff. Dieser hat es kurz ziemlich in sich und meine Begleitung ist körperlich sehr fit, so dass ich doch etwas ausser Atmen und ins Schwitzen komme. Dafür werde ich aber kurze Zeit später auch belohnt mit einer fantastischen Aussicht.

Vor uns liegt auch die Insel Åstol. Ich glaub ich habe noch nie eine solch vollgepackte Insel gesehen. Etwa 200 Einwohner Leben auf der kleinen Insel und ich frage mich wo hier der Reiz liegt. Zwischen den Häusern ist ziemlich wenig Platz. Natürlich ist es reizvoll auf einer Insel zu leben, aber ich würde für mich lieber mehr Platz bevorzugen. Dyrön ist um einiges grösser und hat auch ca. 200 Einwohner. Wirklich fest wohnen hier aber die Wenigsten. Das meisten hier sind Sommerhäuser.

Wir machen auf dem Aussichtspunkt eine Pause und essen einige Kleinigkeiten, bevor wir weiterwandern. Kurz bevor wir weiter gehen, sehen wir tatsächlich auch noch eines der wilden Mufflons welche hier auf der Insel Leben.

Während der ganzen Wanderung haben wir immer wieder eine grossartige Aussicht auf die karge Küstenlandschaft. Ich bin völlig baff und ziemlich begeistert. Dank S. Nehmen wir immer den spannendsten Teil der Wanderung wie auch durch eine kleine Schlucht. Die Schlucht ist ziemlich eng und ich frage mich wie ich hier mit meinem grossen Rucksack durchgekommen wäre. Ziemlich sicher nämlich gar nicht.

Schwedische Idylle

Wir erreichen ein kleines Fischerdörfchen und ich mag hier besonders die farbigen Häuser. Ein typisches schwedisches Bild welches sich hier mir bietet.
Es geht kurz durch Das Dorf und wir erreichen wieder den Hafen. Mit der Fähre geht es wieder zurück nach Tjörn. Auf dem Rückweg halten wir noch bei der Insel Åstol an, welche von nahem aber auf mich den gleichen Eindruck macht. Zum Anschauen sieht es ganz witzig aus, hier leben wäre für mich aber definitiv nichts.

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