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Brommö

Brommö

Am nächsten Tag scheint die Sonne und ich empfinde auch die Wetterhervorsage zu gut, um wie von den Schweden empfohlen nur drin zu sitzen. Also starte ich meinen geplanten Ausflug auf die Insel Brommö. Zuerst geht es mit dem Bus auf die Insel Torsö. Von hier geht es weiter mit der Fähre. Da ich im Hinterkopf den Sturm habe, frage ich beim Fährenmann nach ob die Überfahrt kein Problem sei. Er schüttelt nur lachend den Kopf. Zudem sind noch einige andere auf der Fähre.

Auf Rädern unterwegs

Auf der Insel miete ich mir spontan ein Fahrrad. Mit der letzten Fähre würde ich meinen letzten Bus nach Mariestad verpassen. So dass ich die frühere Fähre nehmen muss. Mit dem Fahrrad komme ich etwas schneller voran. Zudem ist es für mich eine nette Abwechslung.

Ich fahre bis zum ersten Strand und mache da eine Pause. Etwas enttäuscht bin ich fast das ich mein Zelt nicht dabei habe, den hier würde ich mich definitiv getrauen zum Wildcampen und es wäre auch wunderschön. Einige baden hier sogar kurz, mir ist es aber dafür etwas zu frisch.

Also geht’s weiter mit dem Velo und ich treffe einen schönen Strand nach dem anderen. Als ich an der Westküste der Insel bin zieht der Wind so richtig an. Ich werde fast von meinem Fahrrad gepustet. Ein ziemlich grosser Ast fällt direkt neben mir auf den Boden. So dass ich mich auf den Rückweg zur Fähre mache. Ich habe die Insel einmal umfahren, als ich wieder am Fährenanlege Platz eintreffe. Hier werde ich informiert, dass die Fähre aktuell nicht fahren kann. Es ist zu stürmisch.
Da ich früh zurück sein wollte habe ich nichts zum Essen dabei. Hier auf der Insel kann auch nichts gekauft werden.
Ich erkundige mich ob den heute überhaupt noch eine Fähre fährt, dies kann mir nicht beantwortet werden. Ich sitze also tatsächlich auf einer Insel fest. Da noch andere Touristen hier sind mache ich mir aber keine grossen Sorgen.
Ich setze mich an die Sonne und lese etwas. Immerhin habe ich genügend Wasser dabei. Nach einer Stunde kommt langsam mein Hunger. Ich laufe noch etwas in der Gegend herum da es durch den Wind inzwischen ziemlich kühl geworden ist. Zu weit weg von der Fähre getraue ich mich aber nicht, denn wenn nur noch eine fahren kann und ich diese verpasse wird es eine ungemütliche Nacht.
Nach einer weiteren Stunde merke ich das ich wieder unter dem Zicken-Hunger leide. Langsam stelle ich mich psychisch darauf ein das ich wohl über Nacht auf der Insel bleibe.

Mit dem Ruderboot zurück?

Um mich herum sind aber alle noch tiefen entspannt. Im Hafen liegt ein kleines Boot und kurz kommt der Gedanke einfach ans andere Ufer zu rudern. Natürlich ist mir klar, dass dies eine absolute Schnapsidee ist. Obwohl es nur wenige Meter sind könnte es bei dem Wind sehr gefährlich werden.

Kurz vor 17 Uhr sehe ich aber dann, dass die Fähre vom anderen Ufer rüber tuckert. Tatsächlich kann sie mich auch zurückbringen. So erreiche ich auch noch den Bus. Eigentlich wollte ich mir mein Essen heute selber kaufen, inzwischen bin ich aber so hungrig das ich beschliesse mir nach diesem Insel Abenteuer eine Pizza zu gönnen. Es war aber ein toller Ausflug und ich freue mich das mir meine Reise immer wie mehr gefällt.
Es war das absolut richtige meine Pläne anzupassen. Inzwischen habe ich auch weniger Heimweh.
Im Hostel nutze ich den Abend um meine Wäsche zu waschen.
Am nächsten Tag unternehme ich noch einen Ausflug zum Strand in Mariestad. Ich merke das 4 Tage in der Stadt doch etwas zu lange war. Ich freue mich nun auf Sjötorp und den Gota Kanal.

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