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Bergslagsleden Teil 3

Bergslagsleden Etappe 3 und 4

Stjärnfors – Nyberget

Ich fühle mich sehr fit und beschliesse mich deshalb auf den Trail zu wagen. Wir sprechen hier von 700 Höhenmeter und 21km. Der Niesen, auf welchem ich auch schon gewandert bin, hat 1000 Höhenmeter mehr. Da hatte ich aber nur mein Tagesrucksack dabei. Auf dem Hallandsleden gab es eine Etappe mit 550 Höhenmeter, welche mir schon zu schaffen gemacht hat. Ich sage mir immer wieder, dass ich dies heute locker packe.

Voller Tatendrang

Der erste Anstieg hat es bereits in sich und ich weiss vom Höhenprofil, dass noch ein grösserer kommt. Aber ich habe heute viel Zeit im Gepäck. Zudem beschließe ich mein Pausenmanagement mal etwas zu ändern. Nach einer Stunde lege ich die erste Pause ein, obwohl ich es selber nicht für nötig empfinde.
Ich komme sehr gut voran und bin voller Energie. Perfekt für die heutige Etappe. Einen zusätzlichen Ruhetag einzulegen schien genau richtig zu sein.

Ich denke mir gerade wenn ich die ganze Wanderung so gut packe, mache ich ein Kreuz an die Decke. Ich schaue in den Himmel und muss laut loslachen. Den da ist ein fettes weisses Kreuz am Himmel.

Aussichtsturm Mackarsberg

Ich bin kurz vor dem höchsten Punkt meiner Wanderung. Der Anstieg zum Mackarsberg. Dieser ist ein klassischer Aussichtspunkt von Ljunarsberg. Den Anstieg meistere ich problemloser als gedacht, trotzdem bin ich ausser Puste als ich den Aussichtsturm erreiche. Ich gönne mir eine Pause. Eine Familie, welche beim Parkplatz in der Nähe parkiert hat kommt den Weg hoch. Auch diese sind alle am keuchen und das ohne Rucksäcke. Für mich ist dies doch bisschen eine Erleichterung. Ich besteige noch kurz den Aussichtsturm jedoch nicht lange, da es eine ziemlich wackelige Angelegenheit ist. Er bietet mir aber tatsächlich eine schöne Aussicht.

Der Weg führt immer wieder durch Dickicht und Heute; auch durch Himbeersträucher. Eine Abwechslung in meiner Vitamin-Versorgung unterwegs.
Es erwarten mich noch 2-3 kleine Steigungen aber ich bin weiterhin gut unterwegs und meine Energie lässt kaum nach. Wäre das doch nur jeden Tag so.

Nyberget

Früher als ich gedacht habe, erreiche ich Nyberget, wo ich wieder in der Jugendherberge übernachte. So komme ich zu warmen Wasser und etwas zum essen. Die Jugendherberge ist jedoch verlassen. Ein Herr in der Nachbarschaft meint jedoch, dass ich einfach ein Zimmer nehmen könne. Mir ist dies etwas suspekt und so rufe ich den Besitzer an. Dieser sagt mir jedoch das Gleiche.

Stolz ohne kleinreden

Ich merke, dass ich heute für einmal sehr stolz auf mich bin. Ich habe die Etappe problemlos gemeistert. Diesesmal geniesse ich einfach das Gefühl ohne es klein zu reden. Ich fühle mich unheimlich zufrieden und glücklich. Auch das ich trotz allem ungeplanten noch nicht aufgegeben habe, weiter gemacht habe und immer noch unterwegs bin. Ich bin, wie schon in früheren Blogpost erwähnt, selten stolz auf mich, aber heute geniesse ich es einfach.

Sonnenuntergang

Ich richte mich ein, esse mein Abendessen und gehe an den See um den Sonnenuntergang zu sehen. Als die Sonne untergegangen ist, erreicht ein witziges Boot das Ufer. Eine viereckige Plattform mit Bootsmotor tuckert ans Ufer.
Als ich mich bettfertig gemacht habe, treffe ich dann doch noch auf den Besitzer. Ein bisschen speziell erlebe ich das, aber so scheint es hier abzulaufen. Ich schlafe sofort ein und habe eine sehr erholsame Nacht.

Nyberget- Uskavi Etappe 4

Der nächste Tag bringt mich nach Uskavi. Es sind hohe Temperaturen angesagt und das ist auch mein häufigster Gedanke. Meine Güte ist es heiss heute. Ausgerechnet heute führt mich der Trail über eine längere Strecke ausserhalb des Waldes durch. Eigentlich eine schöne Abwechslung, bei über 30 Grad ohne Schatte aber eine sehr schweissentreibende Angelegenheit. Die Gegend ausserhalb des Waldes erinnert mich sehr an die Schweiz. Manchmal kann ich gut nachvollziehen, dass die Schweiz öfters mit Schweden verwechselt wird.

Uskavi ein wunderschöner Ort

Ich komme aber trotz der Hitze schneller voran als erwartet. Am frühen Abend treffe ich auf dem Camping in Uskavi ein und bin hellauf begeistert. Weil ich hier ein Ruhetag geplant habe, habe ich ein Zimmer reserviert. Ich bin alleine in einem 4 Bett Zimmer und habe sogar ein WC im Zimmer. Die Duschen befinden sich im Untergeschoss. Ich beziehe mein Zimmer und mache mich dann auf Erkundungstour. Der Camping liegt direkt am See und ist gut besucht. Es herrscht eine friedliche Sommerferien-Stimmung und es scheint beliebt als Familiencamping zu sein. Ich geniesse das fröhlich bunte Treiben um mich herum und hüpfe auch gleich in den sehr angenehm warmen See. Ein herrliches Gefühl.

Das erste Treffen

Als ich mein Abendesse zubereite, treffe ich auf eine Familie aus Dänemark, welche auch auf dem Bergslagsleden unterwegs ist. Wir unterhalten uns lange während mein Essen langsam kalt wird. Aber manchmal ist Gesellschaft wichtiger als ein warmes Essen.
Den restlichen Abend verbringe ich am See und geniesse es in den Sonnenuntergang zu schwimmen. Es ist bereits nach 23 Uhr und noch immer sind viele am baden und plantschen.

Da

ich morgens früh auf muss um den Bus zu erreichen, geht es für mich aber langsam ins Bett.
Morgen soll es über 31 Grad werden. Ich werde nach Nora fahren um einzukaufen und dann den Rest des Tages am See verbringen.

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1 Kommentar

  1. dagmar 23. August 2018

    toll machst du das, sabrina

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