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Mittsommerfest in Mora

Morakniv Fabrik

Nach einer erholsamen Nacht erwache ich erst spät. Zudem regnet es so dass ich beschliesse mit dem Velo die Gegend zu erkunden sowie noch meine letzten Einkäufe zu erledigen. Ich fahre zuerst zu der Morakniv Fabrik doch leider kann man hier kein Besuch machen. Schade da ich selber einige Morakniv besitze wäre das für mich noch eine interessante Sache gewesen. Ich schaue mir die Fabrik von draussen an aber da es nichts Besonderes zu sehen gibt mache ich mich nach wenigen Minuten Richtung Stadt Zentrum auf. Mit dem Velo habe ich die 4.5 km schnell zurückgelegt.

Sightseeing in Mora

Gemütlich schlendere ich durch die Stadt und kann mir noch das Gas für meinen Kocher besorgen. Zudem noch etwas zu essen für die nächsten Tage. Da der Regen immer stärker wird gönne ich mir in der Bäckerei ein warmer Tee und später noch ein Mittagessen. Auffallend ist wie viele Schweizer hier sind. Negativ fällt mir aber leider auch auf wie unfreundlich die meisten sind.

Am Nachmittag radle ich zurück und gönne mir zuerst eine warme Dusche. Mit etwas lesen und Blogschreiben verbringe ich einen gemütlichen Nachmittag.
Meine Gastgeberin informiert mich am Abend dass wir bereits morgen, also am Freitag auf die Insel fahren um Mittsommer zu feiern. Somit fällt mein Plan vom Bärenpark vorerst ins Wasser. Wahrscheinlich werden wir dies aber im September nachholen.
Den nächsten Tag verbringe ich gemütlich im Haus und packe meine Sachen für Sollerön . Ich darf mit dem Freund von meiner Gastgeberin bereits am Nachmittag zur Insel düsen. Unterwegs bekomme ich noch viele Infos rund um Mora.

Mittsommerfest auf der Sonneninsel

Am frühen Abend hat kommt dann auch A. Auf die Insel und zusammen gehen wir an den Ort wo das Mittsommerfest stattfindet.
Meine Gastgeberin klärt mich immer wieder über die Abläufe des Festes auf. Was natürlich ein sehr praktischer Zusatzservice für mich ist. Das Fest beginnt und ich kann das ganze schwer in Worte fassen. Mich berührt das Aufrichten der Stange und das drum herum viel mehr als ich erwartet habe. So das ich mir auch einige Tränen zurückhalten muss. Ich kann es gar nicht richtig erklären was mich so berührt. Die strahlenden Menschen, den spürbaren Zusammenhalt. Der Maibaum oder Midsommarstang wird nach alter Tradition von Hand aufgerichtet. Zuvor wurde sie von den Frauen mit der traditionellen Pflanzengirlande geschmückt. Alles in mühevoller Handarbeit. Es wird gesagt das wenn das innere Grün der Girlande verbrannt wird das nächste Jahr schlecht. Die Girlande wird deshalb so geflochten das dies nie der Fall sein wird. Für das Aufstellen der Stange werden dann noch starke Männer und Frauen aus den Zuschauern gesucht.
Unter lautem Gejohle wird der Maibaum Stück für Stück hochgeschoben. Das ganze Schauspiel dauert ca. 10 Minuten
Als die Stange steht kommt der nächste Höhepunkt.

Mittsommer Tanz

Das Tanzen um den Maibaum mit traditionellen Liedern. Es sind vor allem Kinderlieber aber zu diesen lässt es sich auch sehr gut tanzen. Es ist ein buntes, freudiges treiben welches einfach Spass machen muss.
Nach ca. 45 Minuten ist das Fest dann schon vorbei und die Schweden gehen nach Hause. Die weiteren Festlichkeiten werden im den Familien abgehalten. Ich darf diese zusammen mit meinen Gastgeber feiern. Auf dem nach Hause weg sammle ich noch 7 Wildblumen. Diese werde ich in der Nacht unter mein Kopfkissen legen. Kennt jemand diesen Brauch?

Mittsommer – Buffet

Es gibt ein typisches Mittsommer Buffet mit allem was das Herz begehrt. Lachs, Fleisch, Kartoffel, Kartoffelgratin, Käse, Brot, und allerlei Aufstriche. Nachdem wir alle sattgegessen sind gönnen wir uns eine Verschnaufpause. Zum Dessert gibt es die besten Erdbeeren dieses Frühlings. Die Erdbeeren stammen sogar von Sollerön. Nach einem traumhaften Sonnenuntergang geht es dann ins Bett. Es war ein wahnsinnig toller Tag und ich bin dankbar dass mich das Schicksal hierhergebracht hat.

Entspannte Tage in Mora

Am nächsten Tag geht es zurück nach Mora. Ich und Yuki (Hund meiner Gastgeberin) verbringen einen gemütlichen Tag am Strand von Mora. Es ist auch schön einfach mal nicht viel zu tun.
Am Sonntag heisst es für A. umziehen. Für mich ergibt sich daher die Gelegenheit mit nach Falun zu fahren. Eine Stadt die ich sonst nicht sehen würde. Also nehme ich das Angebot gerne an und helfe noch etwas beim Umziehen. Ich mache dies gerne da es für mich schon ist auch etwas zurückgeben zu können. A. Hat die letzten Tage viel für mich gemacht obwohl sie am Arbeiten ist und nebenbei noch den Umzug bewerkstelligen muss.
Falun ist einiges grösser als Mora. Die Läden sind zwar alle geschlossen aber ich schlendere etwas durch die Gassen was sich auch lohnt.

Heimweh

Der letzte Abend bricht an. Ich merke dass ich von Heimweh überrollt werde. Die letzten Tage war ich nie alleine und nun bin ich im Haus alleine. Dies wäre kein Problem aber ich weiss meine Reise geht morgen alleine weiter. Ich werde die nächsten 5 Tage alleine sein.
Ich kommuniziere etwas mit Zuhause und zum Glück verfliegt mein Heimweh rasch wieder.
Ich verbringe eine letzte erholsame Nacht in Mora.
Am nächsten Tag bringt mich A. noch an die Busstation. Ich werde sie aber zum Glück bald wieder sehen. Wahrscheinlich schon in 5 Tage da mein Weg mich ja wieder nach Mora führt.

Auf nach Sälen

Der Bus bringt mich nach Sälen hier liegt auch der Startpunkt vom Vasaloppsleden. Da ich erst um 17:00 ankomme verbringe ich noch eine Nacht in Sälen.

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