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Stockholm

Es geht wieder los.

Meine Zeit in der Schweiz ging rasend schnell vorbei. Ich wollte mal wieder mehr machen als ich dann tatsächlich gemacht habe. Egal, ich werde auch von unterwegs noch planen können. Meine Pläne sind ja so wieso meistens nicht umsetzbar. Mein Flug geht von Basel nach Stockholm. Ein etwas unruhiger Flug aber nach knapp 3h landen wir sicher in Stockholm. Es ist erst 9 Uhr also beschliesse ich zuerst Stockholm etwas unsicher zu machen. Ich war schon einmal vor gut 15 Jahre in Stockholm und war damals von der Stadt begeistert. Gerade das viele Wasser macht Stockholm zu etwas besonderem. Stockholm umfasst 14 Inseln welche mit 53 Brücken verbunden sind. Über 30% der Stadtfläche macht das Wasser aus.

Fehlende Reiselust?

Ich habe die ersten Stunde etwas mühe. Ich bin von Stockholm weniger fasziniert als bei meinem letzten Besuch. Ich beschliesse ganz Touristen mässig den hop on hop off Bus zu nehmen. In Barcelona empfand ich diesen Bus als ideal um die Stadt zu entdecken und eine gute Übersicht zu bekommen. Aber in Stockholm empfand ich diese Bus tour nur mittelprächtig. Vielleicht hat es aber auch mit meiner schlaflosen Nacht zu tun. Um 14 Uhr beschliesse ich mich zum Backpacker Hostel zu begeben. Eigentlich wollte ich in der Jugendherberge auf dem Schiff Übernachten. Die Preise haben mich aber fast umgehauen und mich dann anders entscheiden lassen. Auf der Google Maps Karte finde ich dann das City Backpacker Dieses Backpacker Hostel stellt sich als wahrer Glücksgriff heraus. Es ist extrem liebevoll eingerichtet und man kommt schnell mit anderen Gäste ins Gespräch. Ich bekomme noch genau das letzte Bett. Glück gehabt.
Nachdem ich mich eingerichtet habe gönne ich mir noch ein kurzes Ausruhen. Immerhin bin ich seit 3 Uhr auf den Beinen.

Unterwegs mit Fjällraven Classic Bekanntschaft

Danach gehe ich mit Lars noch etwas essen. Wie vor 15 Jahre gehen wir in die Kungshallen. Dies ist ähnlich wie bei uns die Markthalle. Die Nachos gibt es immer noch so dass ich doch meine Erinnerungen nochmals aufleben will.
Nach dem leckerem Abendessen geht’s für mich alleine weiter und ich beschliesse noch die Altstadt zu besichtigen.

Abendspaziergang

Gamla Stan ist auf einer eigener Insel gelegen. Hier befindet sich auch das königliche Schloss. In den engen Gassen befinden sich viele kleine Souvenir Shops und man kann gemütlich durch die Gassen schlendern. Es herrscht ein buntes aber gemütliches Treiben in den Gassen und langsam fühle ich mich richtig wohl. Von aussen betrachte ich noch das Schloss bevor ich mich auf den Rückweg zum Hostel mache.

Bewusst mache ich noch einige Umwege damit ich durch die Parkanlagen gehen kann. Im Hostel angekommen mache ich es mir noch im Aufenthaltsraum bequem und spreche mit Einigen Backpackers. Ich kann mir gut vorstellen das meine nächste Reise mehr als Backpacker sein wird. Vielleicht verbunden mit Wandern. Generell bin ich zwar zu Beginn schüchtern aber doch ein Mensch der gerne soziale Kontakte hat. Ständig als Wanderin unterwegs zu sein wäre daher für mich wohl zu einsam. Ich mag auch ab und zu die Einsamkeit über Monate hinweg wird mir das doch dann aber irgendwann genügen. Wahrscheinlich auch etwas was mich von anderen Fernwanderer unterscheidet.

Unruhige Nacht

Früh geht’s für mich ins Bett. Mein Zimmer teile ich mit 7 anderen und so wird es doch eine ziemlich unruhige Nacht. Gerade als ich endlich eingeschlafen bin weckt mich ein schriller Pfeiffton. Feueralarm! In Windeseile ziehen wir das nötigste an und verlassen schnell aber ruhig das Hostel. Erstaunt bin ich das absolut keine Panik aufkommt. Woran ich aber als einzige denke einen Stuhl zwischen die Türe zu stellen. Die Türe ist etwas speziell zu öffnen und in den anderen Zimmer fällt die Türe immer wieder ins Schloss. In einem echten Notfall zählt immerhin jede Sekunde. Mit dem Stuhl in der Türe sind meine Zimmergenosse schneller draussen. Es muss schon ein witziges Bild abgegeben haben wie da über 100 Menschen auf der Strasse stehen. Halbnackt und die meisten ohne Schuhe. Das gibt dann doch ein ziemliches Gelächter auch wenn wir noch alle sehr Müde sind. Nur wenige Minuten später dürfen wir aber zurück. Wie erwartet war es ein Fehlalarm. Nun ist der Ansturm auf die Toiletten riesig aber bald schaffe ich es auch zurück ins Bett.

Weiterreise nach Mora

Am nächsten Tag geht’s dann um 12 Uhr für mich weiter nach Mora. Eine 4 sündige Zugfahrt. Unterwegs kurz vor Mora sehe ich meinen ersten Elch. Leider nur ganz kurz. Trotzdem ein eindrückliches Erlebnis.

In Mora verdrödle ich mir die Zeit mit Eis essen und etwas der Strandpromenade entlang spazieren bevor ich von meiner Gastgeberin abgeholt werde. Ich darf die nächsten Tage im Haus einer Tirolerin verbringen.
Meine Gastgeberin A. ist gerade am Umziehen. Trotzdem hat sie mir ein liebevolles Plätzchen zum Übernachten bereitgestellt. Wir holen uns noch ein Dürum zum Abendessen. Nach dem Essen und guten Gesprächen geht es für mich heute früh ins Bett. Die 2 letzten Nächten waren mit wenig Schlaf verbunden.
Ich werde nun einige Tage in Mora sein. Für mich fühlt sich das langsame Abkommen zurück in Schweden sehr gut an. Am Nordkap sind wir gleich nach unsere Ankunft gestartet. Ich merke das ich nun deutlich entspannter und Relaxter an meine Reise herangehe.

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